Komplementärtherapie

Zu den wichtigsten fünf Gründen gehören:

  • Linderung von Schmerzen
  • Stärkung der Mobilität
  • Beseitigung spezieller Krankheitssymptome
  • Stressabbau
  • Stärkung der psychischen Belastbarkeit

In den Bereich der Komplementärtherapie fallen Behandlungsmethoden, die zur Alternativmedizin gehören und wissenschaftlich begründet sind. Die komplementäre Therapie findet in verschiedenen medizinischen Bereichen Anwendung. Wenn Sie in diesem Bereich arbeiten möchten, absolvieren Sie einen Komplementärtherapie Kurs an einem zertifizierten Institut. Nach Abschluss der Komplementärtherapie Ausbildung praktizieren Sie in selbstständiger Tätigkeit oder Sie arbeiten in einer niedergelassenen Praxis mit.

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Komplementärtherapie als Alternative und Ergänzung der Schulmedizin

Die Komplementärtherapie fällt in den Bereich der Alternativmedizin, da die Behandlungsansätze in Teilen von den Regeln der Schulmedizin abweichen. Aus den Bereichen der Rehabilitationsmassnahmen, der physikalischen Medizin und der Naturheilverfahren gibt es Verfahren, die zur Komplementärtherapie gehören und dennoch Teil des Medizinstudiums sind. Die Komplementärtherapie findet bei vielen Erkrankungen als unterstützende Therapie Anwendung. So erzielt die Komplementärtherapie unter anderem bei psychischen Erkrankungen und bei Multipler Sklerose sehr gute Ergebnisse. Aber auch in der Schmerztherapie sowie in der Mobilisierung von Patienten nach Unfällen, schweren Erkrankungen und bei einer Behinderung ist die Komplementärtherapie sehr erfolgreich im Einsatz. Bei den komplementären Massnahmen handelt es sich um Anwendungen, die zum Teil aus der Physiotherapie bekannt sind. So hilft eine Atemtherapie Patienten mit Chronisch Obstuktiver Lungenerkrankung (COPD). Der Patient erlernt verschiedene Atemtechniken, die das Abhusten erleichtern und das Ablösen von Schleim fördern. Das tägliche Leben mit der Erkrankung erfährt durch Anwendungen aus der Komplementärtherapie verschiedene Erleichterungen. Viele Patienten verspüren eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome, wenn verschiedene Massnahmen aus der Komplementärtherapie regelmässig zur Anwendung kommen. Weitere Massnahmen wie Akupunktur und Akupressur sowie Reflexzonenmassagen können bei zahlreichen Erkrankungen Anwendung finden. Findet die Komplementärtherapie im Zusammenspiel mit der Schulmedizin Anwendung, bekommen die Patienten eine ganzheitliche Therapie, die ihre Beschwerden lindert und die Förderung der Mobilität unterstützt. Bei psychischen Erkrankungen bewirkt die Komplementärtherapie eine Steigerung des Wohlbefindens, was sich auf die Stimmung und auf den Umgang mit der Erkrankung positiv auswirkt. Grundsätzlich können Massnahmen aus der Komplementärtherapie bei vielen weiteren Krankheitsbildern den Heilungsprozess unterstützen.

„Viele Patienten verspüren eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome, wenn verschiedene Massnahmen aus der Komplementärtherapie regelmässig zur Anwendung kommen.“

Komplementärtherapie Ausbildung in der Schweiz

Seit dem Jahre 2015 ist es in der Schweiz möglich, einen Komplementärtherapie Kurs mit einem eidgenössischen Diplom abzuschliessen. Die Schweiz misst der Komplementärtherapie mit mehr als 12.000 niedergelassenen Therapeuten eine besondere Bedeutung zu. Bei der Komplementärtherapie Ausbildung handelt es sich um einen Beruf mit einem Abschluss einer Höheren Schule. Die Ausbildungsinhalte wurden in mehr als 15 Jahren entwickelt und besitzen in der Schweiz, aber auch in Europa einen hohen Stellenwert.

Wenn Sie einen Komplementärtherapie Kurs absolvieren möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich gliedert sich die Ausbildung in verschiedene Stufen, die aufeinander aufbauen. Als Grundlage benötigen Sie einen guten bis sehr guten Abschluss der Sekundarstufe II. Im Anschluss an ihre Schulausbildung streben Sie in einem ersten Schritt das Branchenzertifikat Komplementärtherapie an. Sie müssen eine kompetenzorientierte Abschlussprüfung bestehen. Dazu absolvieren Sie eine Ausbildung in den Methoden der Komplementärtherapie und in der Tronc Commun Komplementärtherapie. Den dritten Teil der Grundausbildung stellt ein Praktikum in der Komplementärtherapie. Haben Sie alle Bereiche erfolgreich absolviert, können Sie das Abschlusszertifikat erwerben. Einen weiteren Teil der Ausbildung stellt das Gleichwertigkeitsverfahren, das Sie für das Branchenzertifikat benötigen. Haben Sie diese Bescheinigung erhalten, bekommen Sie das Branchenzertifikat für die Komplementärtherapie ausgestellt und gehen in den zweiten Teil der Ausbildung über.

Nach dem Branchenabschluss streben Sie die staatliche Anerkennung an. Haben Sie die Ausbildungsteile dieser zweiten Stufe absolviert, sind Sie berechtigt, sich als Therapeut in der Schweiz niederzulassen oder in einer niedergelassenen Praxis mitzuarbeiten. Die staatliche Anerkennung erfordert praktische Erfahrung, die Sie in einer niedergelassenen Praxis sammeln können. In einem zweiten Schritt absolvieren Sie eine Supervision und erbringen den entsprechenden Nachweis. Danach sind Sie berechtigt, sich für die staatliche Prüfung anzumelden.

Bei der staatlichen Prüfung handelt es sich um eine Höhere Fachprüfung im Bereich der Komplementärtherapie. Die Prüfung gliedert sich in vier Teilprüfungen. Haben Sie diese vier Teilprüfungen bestanden, ist der Erwerb der staatlichen Anerkennung möglich. Die vier Teilprüfungen bestehen aus einer Fallstudie, einem Fachgespräch, aus der Erörterung komplexer Arbeitssituationen und aus einem Fragenkatalog, den Sie zu spezifischen Fachthemen bearbeiten. Nach Abschluss dieser Ausbildungsinhalte bekommen Sie das Eidgenössische Diplom verliehen und damit die Berechtigung, sich als Komplementärtherapeut in der Schweiz niederzulassen.

Die Finanzierung der Ausbildung übernehmen Sie zur Hälfte selbst. Die andere Hälfte finanziert der Bund. Ab dem Jahre 2018 sind umfassendere Förderungen für den Komplementärtherapie Kurs geplant. Von diesen Fördermassnahmen profitieren Sie auch dann, wenn Sie die Komplementärtherapie Ausbildung im Jahre 2017 beginnen oder begonnen haben.

Komplementärtherapie erfreut sich grosser Beliebtheit

Entscheiden Sie sich, in der Schweiz einen Komplementärtherapie Kurs zu absolvieren, haben Sie sehr gute berufliche Aussichten. Die Komplementärtherapie erfreut sich einer hohen Anerkennung bei den Patienten, aber auch bei Medizinern, die in immer mehr Bereichen mit einem Komplementärtherapeuten zusammenarbeiten. Die Wirksamkeit der Komplementärtherapie kann bei vielen Erkrankungen nachgewiesen werden. Die Patienten spüren schon während der Anwendung der Komplementärtherapie eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome. Die Mobilität verbessert sich nach schweren Erkrankungen, nach einem Unfall oder bei Menschen mit Handicap durch die Komplementärtherapie spürbar. Wenn Sie einen Komplementärtherapie Kurs absolviert haben, ist eine berufliche Tätigkeit in verschiedenen Bereichen möglich. In Reha-Kliniken, Krankenhäusern und Seniorenresidenzen findet die Komplementärtherapie ebenso Anwendung wie in der häuslichen Pflege. Sie können sich nach Ihrer Komplementärtherapie Ausbildung in einzelnen Bereichen weiterbilden oder neue Techniken erlernen. Haben Sie sich auf einen bestimmten Bereich spezialisiert, ist ein schneller und guter beruflicher Einstieg möglich.

Die Gründe, warum sich Patienten für eine Komplementärtherapie entscheiden und Mediziner mit Komplementärtherapeuten zusammenarbeiten, sind sehr vielfältig. 

Möchten Sie im medizinischen Bereich arbeiten und sich in einem zukunftssicheren Bereich etablieren, bietet Ihnen ein Komplementärtherapie Kurs eine sehr gute Grundlage. Die zweistufige Komplementärtherapie Ausbildung ist anspruchsvoll, doch sie sammeln bereits in dieser Ausbildungsstufe wichtige Erfahrungen, die Ihnen den Einstieg ins das Berufsleben erleichtern. Haben Sie das Branchenzertifikat für die Komplementärtherapie erworben, arbeiten Sie im Rahmen von Praktika oder einer festen Anstellung in einer Praxis für Komplementärtherapie, um sich auf das Eidgenössische Diplom vorzubereiten. Für das Diplom müssen Sie vier Ausbildungsinhalte bestehen, bevor Sie die staatliche Anerkennung bekommen. Haben Sie dieses Ziel erreicht, steht Ihnen ein breites Arbeitsfeld offen, bei dem Sie nie auslernen. Machen Sie sich mit einer eigenen Praxis für Komplementärtherapie selbstständig oder spezialisieren Sie sich auf Bereiche wie Shiatsu, die Betreuung von Patienten mit psychischer Erkrankung oder auf die Rehabilitation von Patienten nach einer Krebserkrankung. Im Laufe Ihres Berufslebens können Sie neue Zertifikate erwerben und sich im Bereich der Komplementärtherapie einen Namen machen. Da die Komplementärtherapie neben der medizinischen Betreuung von Patienten in der Schweiz eine sehr grosse Bedeutung hat, gehen Sie mit einer Komplementärtherapie Ausbildung einen wichtigen Schritt in eine sichere und abwechslungsreiche berufliche Zukunft. Es ist zu erwarten, dass die Akzeptanz der Komplementärtherapie in den kommenden Jahren noch höher wird.

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