Wer bietet in der Schweiz eine Ausbildung in Logopädie an?

Eine Weiterbildung bietet Ihnen den Vorteil

  • sich auf Fachgebiete zu spezialisieren 
  • neue Therapieverfahren kennenzulernen
  • Ihr pädagogischen Wissen zu vertiefen
  • auf dem neusten Stand der Forschung zu sein
  • bessere Verdienstmöglichkeiten zu bekommen

Die Logopädie ist die Lehre der Sprecherziehung. Logopäden kümmern sich um Menschen, die Probleme mit der Stimme oder der Sprache haben und sich nicht optimal verständigen können. Das sind zum Beispiel Kinder, die stottern oder Sprachentwicklungsstörungen aufweisen oder auch Schlaganfallpatienten. Die Ursachen für Schwierigkeiten beim Sprechen sind vielseitig. Das Studium der Logopädie erfordert deshalb neben einem fundierten Fachwissen, auch Einfühlungsvermögen, eine gute Beobachtungsgabe, Geduld und Menschenkenntnis.

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Logopädie - Was ist das?

Zu den Aufgaben eines Logopäden zählen vor allem, Sprachfehler zu diagnostizieren und zu therapieren. Störungen beim Sprechen können in jedem Alter auftreten vom Kleinkind bis zu Menschen im hohen Alter. Patienten sind zum Beispiel Personen, die an Krebs erkrankt sind oder einen Schlagfanfall hatten und ihre Sprache verloren haben. Auch Hirntumore oder Schädeltraumata wirken sich negativ auf das Sprachzentrum aus. Manche Menschen können gar nicht mehr sprechen, andere Worte nicht mehr richtig artikulieren. Mit Hilfe des Logopäden erlernen diese Patienten ihre Sprache oft völlig neu. Auch Kinder, die Stottern oder über Schluckbeschwerden klagen, gehören in den Aufgabenbereich der Logopädie. Solche Störungen weisen schon sehr früh auf eine defekte Sprachentwicklung hin und können gut behandelt werden.

„Zu den Aufgaben eines Logopäden zählen vor allem, Sprachfehler zu diagnostizieren und zu therapieren.“

Welche Therapiemöglichkeiten bietet die Logopädie?

In der Logopädie arbeitet der Therapeut mit bestimmten Bewegungsübungen für die Gesichtsmuskeln, mit Atemübungen und Stimm- und Gesangspraktiken. Je nach Diagnose ist die Behandlung pädagogisch oder medizinisch ausgerichtet. Der Patient muss lernen, sich wieder einwandfrei verständigen zu können und sich im Leben mit der Sprache zurecht zu finden. Die Therapie dauert oft Monate und ist individuell den Bedürfnissen des Patienten angepasst. Die Logopädie hat aber auch Aufklärung und Prävention zum Inhalt. Logopäden arbeiten eng mit Ärzten, Psychologen und anderen Therapeuten zusammen, um Krankheitsbilder im Sprachgebrauch so früh wie möglich zu erkennen und sich bei der Behandlung abzustimmen. Sie besuchen aber auch Schulen und klären Eltern über mögliche Sprachfehler und Therapieformen auf. Je früher ein Kind mit Problemen beim Sprechen einen Therapeuten aufsucht, je grösser sind die Erfolge.

Wie gestaltet sich die Ausbildung in der Logopädie?

Das Studium Logopädie beinhaltet medizinisches sowie auch psychologisches und pädagogisches Fachwissen. Ausserdem werden Linguistik, Neurologie, die menschliche Muskulatur und Soziologie gelehrt. Die Ausbildung in der Logopädie ist sehr praxisorientiert, das heisst Sie arbeiten bis zu 35% während des Studiums mit Patienten. Das ist wegen der Sprachstörungen oft nicht einfach. Ein Student der Logopädie sollte sich deshalb gut in einen Menschen einfühlen und gut mit ihm kommunizieren können. Sie lernen sich mit Gesten und Bildern zu verständigen und gut zu beobachten. Weitere Voraussetzungen für die Arbeit in der Logopädie sind gute pädagogische Fähigkeiten, Belastbarkeit und Kreativität. Natürlich sollten sie selbst Sprache und Aussprache einwandfrei beherrschen und sich während der Ausbildung viel mit Kommunikation befassen. 

Menschen, die einen Logopäden aufsuchen, haben oft Verständigungsprobleme mit ihrer Umwelt. Als Therapeut sind sie belastenden Situationen ausgesetzt und müssen schnell und flexibel reagieren. 

Die Ausbildung zum Logopäden dauert in der Schweiz drei Jahre. Die Schweizer Hochschule für Logopädie Rorschach, die Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel sowie die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik in Zürich bieten ein umfassendes Studium sowie auch Weiterbildung an. Aber auch an den Universitäten in Neuenburg, Neuchâtel und Genf können Sie eine Ausbildung zum Logopäden absolvieren. 
Voraussetzung für das Logopädie Studium sind ein gymnasiales Maturitätszeugnis.

Weitere Bedingungen variieren von Hochschule zu Hochschule. Meistens werden Erfahrung als Lehrer oder Erzieher gefordert. Die Universität Genf verlangt einen Bachelor in Psychologie. Wenn Sie noch nicht als Pädagoge gearbeitet haben, sollten Sie vor Beginn des Studiums ein dreimonatiges Praktikum absolvieren. Ausserdem sollten Sie normal Hören können und eine gute Aussprache haben. Die Ausbildung zum Logopäden wird in der deutschsprachigen Schweiz mit einem Bachelordiplom, in der französischen Schweiz mit einem Masterdiplom abgeschlossen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten in der Logopädie bestehen?

Logopäden sollten sich ständig über medizinische Fortschritte oder neue pädagogische Verfahren informieren. Deshalb ist es sinnvoll, sich immer wieder neues Wissen anzueignen. Alle Fachhochschulen veranstalten regelmässig Weiterbildung oder bieten Masterstudiengänge an. Sie können auch an Tagungen teilnehmen oder Zertifikatslehrgänge für Stimme und Sprechen, Stottern, oder Lese-und Rechtschreibstörungen absolvieren.

Als Logopäde haben Sie verschieden Möglichkeiten nach dem Studium. Sie können sich selbständig machen oder an Schulen oder Heimen für behinderte Kinder arbeiten. Ausserdem suchen Spitäler oder Rehakliniken oft Logopäden für ihre Patienten. Generell ist der Beruf des Logopäden sehr gefragt, die Chance auf einen Job variiert aber von Region zu Region. Natürlich kann ein Logopäde auch in der Forschung arbeiten oder an Hochschulen lehren.

Das Wichtigste ist aber, dass Menschen, die in der Logopädie tätig sind, mit ihrer Arbeit vielen Menschen wieder den Weg zurück in ein angenehmeres Leben ermöglichen, und das ist für viele eine tolle Erfahrung.

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