Wer bietet in der Schweiz ein Studium oder eine Weiterbildung in Ingenieurtechnik an?

Fünf Gründe, warum sich ein Studium oder eine Weiterbildung in Ingenieurtechnik lohnt:

  • Beruf mit Zukunft 
  • gute Bezahlung
  • interessante Aufstiegschancen
  • Spezialisierung möglich
  • Weg in die Selbstständigkeit

Was ist die Ingenieurtechnik?

Die Ingenieurtechnik ist neben vielen weiteren Bereichen eine Disziplin der Ingenieurwissenschaft. Im Ingenieurwesen (Engineering) liegt der Fokus auf die sogenannte «speziellen Technologie». Es werden naturwissenschaftliche Erkenntnisse erforscht und in der Praxis angewandt. Wer in der Ingenieurwissenschaft beschäftigt ist, kombiniert Elemente aus der technischen Entwicklung, Produktionstechnik und Konstruktion in seinem täglichen Arbeitsalltag.

Fachkräfte im Bereich Ingenieurtechnik sind grundsätzlich Ingenieure, die wissenschaftlich ausgebildet wurden und auf dem technischen Gebiet tätig sind. In der Ingenieurtechnik werden moderne und komplexe Systeme sowie Produkte entwickelt. Auch die Einführung neuer technischer Anwendungen wird von Ingenieurtechnikern  / Ingenieurtechnikerinnen vorbereitet. Zu den zentralen Aufgaben eines Ingenieurtechnikers  / Ingenieurtechnikerin gehören effektive und wirkungsvolle Lösungen für technische Probleme zu entwickeln und an neuen richtungsweisenden Technologien zu arbeiten. Dies, abhängig vom Projekt, allein oder in Teams. Indem Ingenieurtechniker / Ingenieurtechnikerinnen neue und innovative Ideen entwickeln, können diese schnell auf technische Veränderungen reagieren. Zudem wirken sich die Neuerungen meist positiv auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis aus.

Die meisten Stellen in der Ingenieurtechnik sind derzeit in den folgenden Branchen zu besetzen:

  • Bau, Vermessungs- und Gebäudetechnik
  • Architektur
  • Maschinen- und Fahrzeugtechnik
  • Metallverarbeitung
  • Elektrotechnik
  • Energietechnik
  • Forschung und Produktentwicklung
  • Rohstofferzeugung und -gewinnung
  • Kunststoffproduktion
  • Chemische Industrie
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Welche Möglichkeiten gibt es für ein Studium oder eine Weiterbildung in der Schweiz in Ingenieurtechnik?

Wer sich für eine Karriere in der Ingenieurtechnik interessiert, hat unterschiedliche Optionen. Ein Grossteil der Interessenten entscheiden sich nach der Matura für ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium. Das Erststudium, der Bachelor, hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern (drei Jahre). Wer sich zusätzlich qualifizieren möchte, der kann nach dem Bachelor-Abschluss noch einen viersemestrigen (zweijährigen) Master absolvieren.

Grundsätzlich gibt es viele unterschiedliche Studienfächer im Bereich der Ingenieurwissenschaft. Studierende haben während ihres Studiums die Möglichkeit, sich zu spezialisieren (zum Beispiel auf die Ingenieurtechnik).

Einige Ingenieur-Studiengänge beinhalten mehrmonatige Berufspraktika. Diese müssen vor oder während der Studienzeit absolviert werden. Für ein solches Praktikum ist in der Regel eine Dauer von drei Monaten vorgesehen. Abhängig vom Studienfach und der Prüfungsordnung kann das Praktikum aber auch bis zu zwölf Monate dauern. Studierende können sich ihre Praktikumsstelle selbst suchen. Sollten dabei Probleme auftreten, können die Mitarbeitende von der Studienberatung oft wertvolle Tipps geben.

Wer das theoretische Lernen direkt mit der praktischen Arbeit kombinieren möchte, sollte über ein duales Studium nachdenken. Bei einem dualen Studium sind die Ausbildung im Betrieb und das Studium miteinander verzahnt. Studierende können das Gelernte sofort in der Praxis anwenden. Vorteilhaft an einem dualen Studium ist auch, dass Studierende von Anfang an Geld verdienen.

Wer bereits über einen Studienabschluss oder Berufserfahrung im Bereich Ingenieurtechnik verfügt, hat verschiedene Möglichkeiten, sich fortzubilden. In der Schweiz bieten zahlreiche Bildungsträger unterschiedliche Weiterbildungen an. Vom Bildungsgang «Cyber Security», über «Frontend Engineering» bis hin zu «Nachhaltige Mobilität» ist für jede Art der Spezialisierung das passende Weiterbildungsangebot dabei. Die Weiterbildungen können meist zweimal pro Jahr begonnen werden. Der Einstieg ist in der Regel im Sommer und im Winter möglich. Damit die Weiterbildung gut mit der Berufstätigkeit verbunden werden kann, finden die Unterrichtseinheiten online oder an ein bis zwei Abenden unter der Woche statt. Auch wird bei manchen Bildungsträgern der Unterricht an Samstagen angeboten. Die Kosten für eine Weiterbildung im Bereich Ingenieurtechnik können stark variieren. In den meisten Fällen müssen die Teilnehmenden mit Kosten von bis zu 10'000 CHF rechnen.

Für wen eignet sich ein Studium oder eine Weiterbildung in Ingenieurtechnik?

Um einen Ingenieur-Bachelor an einer Hochschule aufnehmen zu können, muss vorab die Matura bestanden werden. Wer an einer Fachhochschule beginnen möchte, muss mindestens die Berufsmaturität vorweisen können. Wer sich für ein Studium im Bereich Ingenieurtechnik interessiert, der sollte grosses Interesse an den Naturwissenschaften Biologie, Chemie und insbesondere Physik haben. Auch Mathematik sollte eines der Lieblingsfächer in der Schule gewesen sein. Wichtig ist ferner der routinierte Umgang mit dem Computer sowie moderner Software. Einige Industrieunternehmen arbeiten international. Absolvierende, die weltweit tätig sein möchten oder für eine Firma arbeiten möchten, die international aufgestellt ist, sollten über solide Englischkenntnisse verfügen. Weitere Fremdsprachen werden natürlich auch gerne von Personalverantwortlichen gesehen. Wer noch keine guten Fremdsprachenkenntnisse hat, der sollte den Kopf nicht hängen lassen: Alle Hochschulen bieten im Ingenieurstudium auch Fremdsprachenkurse an.

Damit einem erfolgreichen Karrierestart in der Ingenieurtechnik nach Abschluss des Studiums nichts im Wege steht, sollten Absolvierende verlässlich, kreativ, zielstrebig, diszipliniert und teamfähig sein.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Der Fachkräftemangel in den Ingenieurwissenschaften wird derzeit häufig diskutiert und ist in der Schweiz sowie weltweit ein grosses Problem. Folglich besteht aktuell ein grosser Bedarf an gut ausgebildeten Kräften in der Ingenieurtechnik. Diese können sich ihre Arbeitsstellen quasi selbst aussuchen. Die Jobs gelten als krisensicher und gut bezahlt. Ob in mittelständischen Ingenieurfirmen, in globalen Konzernen, Unternehmensberatungen oder in der Forschung: Absolvierenden der Ingenieurtechnik stehen viele Türen offen. Mit steigender Berufserfahrung ergeben sich meist interessante Aufstiegsmöglichkeiten. Die meisten Arbeitgebenden möchten gut ausgebildete Ingenieurtechniker / Ingenieurtechnikerinnen an sich binden und bieten deshalb interne Weiterbildungen an. So kann die Karriere beispielsweise in der Projektleitung oder im Management münden.

Auch eine Selbstständigkeit in der Ingenieurtechnik lässt sich relativ einfach realisieren.

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