Wer bietet in der Schweiz ein Studium oder eine Weiterbildung in Neurowissenschaften an?

Sechs Gründe, warum sich ein Studium oder eine Weiterbildung in Neurowissenschaften lohnt:

  • Untersuchung von Sinneswahrnehmung und Motorik
  • Schlafforschung und Erforschung von dessen Störungen
  • Erforschung von neurologischen Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten
  • Erforschung und Behandlung von Hirnschlag und Hirntumoren
  • Kindliche Entwicklung und neurologische Aspekte des Lernens
  • Interaktion von Menschen mit Computern

Was ist Neurowissenschaften?

Die Neurowissenschaften beschäftigen sich mit dem Nervensystem. Es wird die Funktionsweise und der Aufbau studiert und die Fachrichtung beschäftigt sich mit einigen anderen Disziplinen. Dazu gehören in erster Linie die Biologie und die Physiologie. Medizinische Themen sind ebenfalls von grosser Relevanz, da es in den Neurowissenschaften oft darum geht, neurologische Erkrankungen zu erkennen und zu therapieren sowie neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Zusätzliche Themenkomplexe sind die Psychologie, mit der sich die Neurowissenschaften beschäftigen. Auch der Informatik oder der Mathematik bedienen sich die Neurowissenschaften, da oft komplexe Berechnungen angestellt werden müssen. Immer mehr spielt die Robotik eine Rolle, da zunehmend versucht wird, neurologische Prozesse auf Roboter zu übertragen. Daher ist beispielsweise die Art und Weise, wie Kinder lernen und das Erlernte in Wissen umwandeln beziehungsweise Informationen speichern können, ein spannendes Forschungsthema. Generell ist die Hirnforschung und wie die verschiedenen Areale des Gehirns agieren noch immer ein Bereich, in dem es viele offene Fragen gibt. Sowohl die Grundlagenforschung in diesem Bereich als auch etwa experimentelle Forschung, wenn es um die Behandlung neurologischer Erkrankungen wie Parkinson oder Demenz geht, sind zwei wichtige Grundpfeiler. Die Neurowissenschaften kooperieren in der Forschung und Entwicklung oft mit anderen Fachrichtungen, da es dadurch deutlich bessere Entwicklungen gemacht werden können.

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Welche Möglichkeiten gibt es für ein Studium oder eine Weiterbildung in der Schweiz in Neurowissenschaften?

Die Grundlage, um einen Job im Bereich der Neurowissenschaften zu bekommen, ist ein Studium. Dies ist auch Voraussetzungen für die Angebote, die es bei der Weiterbildung gibt, denn überall wird ein fundiertes Grundwissen benötigt. Ein Studium der Neurowissenschaften ist meist herausfordernd, da es sich mit vielen Themenkomplexen beschäftigt und teilweise mit anderen Disziplinen interagiert. Interessenten starten in der Regel mit dem Grundstudium und können sich im späteren Verlauf im Aufbaustudium in bestimmte Richtungen spezialisieren. Manchmal ist auch eine Spezialisierung erst kurz vor dem Berufseinstieg möglich, da viele Forschungseinrichtungen auf einzelne Bereiche stark spezialisiert sind, die in der Form im Studium nur gestreift werden. Wer Angebote zur Weiterbildung nutzen möchte, findet diese meist ebenfalls im universitären Rahmen. Daneben gibt es auch die Möglichkeit zur Weiterbildung bei diversen Anbietern von medizinischem Equipment, das speziell für den Bereich der Neurowissenschaften entwickelt wurde. Vereinzelt gibt es auch Angebote zur Weiterbildung, die nicht zwingend ein Studium voraussetzen. Häufig handelt es sich dabei um den Umgang mit Menschen, die neurologische Erkrankungen haben. Die Angebote richten sich dabei an Pflegepersonal und Psychologen / Psychologinnen, die begleitend zu anderen Therapien mit Menschen arbeiten, die neurologische Störungen haben. Zudem gibt es Fortbildungsangebote für Angehörige von Patienten / Patientinnen, die neurologische Erkrankungen haben. Die Neurowissenschaften werden in diesen Fällen jedoch meist nur am Rande gestreift, etwa indem das neurologische Krankheitsbild dargestellt wird und es zusätzliche Hintergrundinformationen gibt.

Für wen eignet sich ein Studium oder eine Weiterbildung in Neurowissenschaften?

Eine Ausbildung in Neurowissenschaften ist eine hoch komplexe Thematik, die mit anderen Disziplinen verbunden ist. Interessenten an einer Ausbildung oder Weiterbildung in Neurowissenschaften sollten selbst eine gute Fähigkeit zum vernetzten Denken haben. Ein grosser Bereich besteht aus der Sammlung von Daten und deren Interpretation. Diese Interpretationen sind oft die Grundlage für die Entwicklung von Behandlungsmethoden oder neuen Technologien. Dem Technologiesektor sollten Studierende der Neurowissenschaften ebenfalls offen gegenüber sein. Absolventen / Absolventinnen, die später beabsichtigen mit Patienten / Patientinnen zu arbeiten, sollten zudem empathische Fähigkeiten mitbringen. Einfühlungsvermögen ist vor allem bei der Abklärung neurologischer Ursachen von undefinierten Schmerzen wichtig. Wer im Bereich der Neurowissenschaften tätig ist, sollte auch einen ausgeprägten Forscherdrang haben. Viele Abläufe bei Menschen und auch Tieren sind bisher nicht genau erforscht. Es ist oftmals unklar, warum manche Abläufe so sind, wie sie sind. Es gibt daher bei den Neurowissenschaften viel Potenzial für die Grundlagenforschung, die später von anderen Disziplinen wieder aufgegriffen wird. Wichtig dafür ist auch, dass die eigene Arbeit umfangreich und verständlich dokumentiert wird, damit andere mit den Ergebnissen arbeiten können.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Die Neurowissenschaften sind ein noch verhältnismässig junges Forschungsgebiet, weshalb es hier noch sehr viele Möglichkeiten für Absolventen / Absolventinnen von Hochschulen gibt. Nicht nur um die vielen unbekannten Abläufe etwa im Gehirn zu erforschen, zieht es viele Menschen in diesen Bereich. Sondern auch die Möglichkeit, sehr gut interdisziplinär zu arbeiten, sehen viele als Vorteil an. Die fachliche Expertise wird nicht nur in der Forschung benötigt, sondern auch in der Wirtschaft. Vor allem wenn es um die Entwicklung künstlicher Intelligenz geht, sind Neurowissenschaftler / Neurowissenschaftlerinnen gefragt. Ein wichtiger Bereich ist die Forschung, wozu auch immer wieder Tiere benötigt werden. Angehende Neurowissenschaftler / Neurowissenschaftlerinnen müssen sich daher auch bewusst sein, dass es zumindest während ihrer Ausbildung notwendig ist, dass sie Tiere sezieren. Zudem gibt es auch immer wieder Tierversuche, bei denen beispielsweise Suchtstudien oder andere Verhaltensweisen erforscht werden. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, sollte zwar eine gewisse Tierliebe mitbringen, jedoch auch die notwendige Distanz zu den Versuchstieren besitzen. Ein Studium setzt ebenfalls fundierte Grundkenntnisse in Biologie, Mathematik, Chemie und der Physik voraus. Wer dies nicht besitzt, der sollte noch vor Beginn des Studiums der Neurowissenschaften seine Defizite aufholen.

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