Wer bietet in der Schweiz ein Studium in Erziehungswissenschaften an?

Für ein Studium der Erziehungswissenschaften spricht, wenn Sie

  • Kinder mögen und mit ihnen arbeiten möchten;
  • eine sehr vielseitige Fachrichtung mit vielen Möglichkeiten wählen möchten; 
  • bereits im pädagogischen Bereich tätig sind;
  • nicht nur an Bildung und Erziehung von Kindern, sondern auch an Erwachsenenbildung interessiert sind;
  • einen erfüllenden und perspektivenreichen beruflichen Weg begehen möchten;
  • einen nützlichen Beitrag zur Gesellschaft im Feld Sozialpädagogik leisten möchten.

Möchten Sie im Bildungssektor arbeiten oder sich als Pädagoge weiterbilden? Mit einer bestandenen Maturitätsprüfung und einem Bachelorabschluss in einem pädagogischen Fach können Sie einen Master in Erziehungswissenschaften antreten. Erziehungswissenschaftler sind Experten in Sachen Bildung, Erziehung und Sozialisation. Sie helfen Kindern und Erwachsenen sich im Schul- oder Arbeitsumfeld zu behaupten. Dies tun sie, indem sie selbst unterrichten oder indem sie gesellschaftliche Strukturen im Bildungswesen erforschen und Konzepte und Technologien erschaffen, die das Lernen und die Integration benachteiligter Kinder und Erwachsener vereinfachen.

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Was sind Erziehungswissenschaften und was macht ein Erziehungswissenschaftler?

Die Erziehungswissenschaften werden zu den Sozialwissenschaften gezählt. In diesem Fachbereich geht es um die Prozesse in Erziehung und Bildung sowie um die geistige Entwicklung und Integration von Menschen unterschiedlichen Alters. Als Erziehungswissenschaftler oder Erziehungswissenschaftlerin können Sie also mit Kindern, mit Jugendlichen oder mit Erwachsenen zu tun haben. Die Erziehungswissenschaft wird in drei klassische Bereiche untergliedert. Diese Bereiche sind die allgemeine Pädagogik, die pädagogische Psychologie und die Sozialpädagogik. Die allgemeine Pädagogik beschäftigt sich mit den Zielen und den Möglichkeiten von Erziehung und Bildung. Sie betrachtet allerdings auch die Grenzen solcher Vorhaben. Des Weiteren werden historische Aspekte der Erziehung und Bildung in der Ausbildung beleuchtet. Bei der pädagogischen Psychologie stehen Lehrende und Lernende im Vordergrund. Sie lernen in der Erziehungswissenschaften Ausbildung, wie Sie die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen am besten einschätzen und fördern können. Ausserdem wird die Unterrichtsgestaltung Thema sein. Diese bestimmt zum grossen Teil den Lernerfolg der Kinder. Als zukünftige Lehrperson lernen sie eine fördernde Umgangsweise mit den Kindern. Die Sozialpädagogik wird dort angewandt, wo die Erziehung und Bildung junger Menschen unter erschwerten Bedingungen stattfinden muss. Dies ist zum Beispiel in verschiedenen Institutionen der Fall, wie Kinderheimen, Strafvollzugsanstalten oder Wiedereingliederungsstätten. Im Laufe der Ausbildung für Erziehungswissenschaften können Sie sich spezialisieren. Sie können sich beispielsweise dafür entscheiden, nur mit Kindern bis zu einem gewissen Alter zu arbeiten. Genauso können Sie sich aber auch auf die Erwachsenenbildung konzentrieren. Ausserdem steht Ihnen frei, zwischen den Schulformen zu wählen. Sie können sich für die Grundschule, für die weiterführenden Schule oder die Berufsschule entscheiden. Nach einem Studium in Erziehungswissenschaften haben Sie ebenso die Möglichkeit, in die Forschung zu gehen und neue Lern- und Lehrmethoden zu entwickeln. Ebenso können Sie an der Entwicklung neuer technischer Hilfsmittel für die Erziehung arbeiten. Erziehungswissenschaftler sind dementsprechend an unterschiedlichen Orten tätig. Zum Beispiel sind sie an Schulen, an Hochschulen, in Heimen, In Strafvollzugsanstalten und anderen Institutionen vertreten. Einige arbeiten in den Medien und machen Öffentlichkeitsarbeit, indem sie über die aktuellen Bildungsfragen referieren. Genauso betreiben Erziehungswissenschaftler Erziehungsberatung, übernehmen leitende Funktionen in sozialen Einrichtungen oder führen an Schulen Qualitätskontrollen durch. 

„Sie können sich beispielsweise dafür entscheiden, nur mit Kindern bis zu einem gewissen Alter zu arbeiten. Genauso können Sie sich aber auch auf die Erwachsenenbildung konzentrieren.“

Was beinhaltet die Erziehungswissenschaften Ausbildung?

Wenn Sie eine Weiterbildung in Erziehungswissenschaften beginnen möchten, sollten Sie einige Voraussetzungen erfüllen, um an einer Hochschule aufgenommen zu werden. Zunächst einmal wird das Fach Erziehungswissenschaften fast nur als Master an Hochschulen angeboten. Der Bachelor in Erziehungswissenschaften ist noch nicht so weit verbreitet. Bevor Sie mit dem Masterstudiengang an einer Schweizer Hochschule beginnen, müssen Sie mit einem Bachelor in einem pädagogischen Fach abgeschossen haben. Manche Hochschulen fordern sehr gute Englischkenntnisse. Im Erziehungswissenschaften Studium lernen die Studenten die erziehungswissenschaftlichen Grundlagen. Sie lernen die pädagogischen Begriffe, mit welchen Sie sich im Studium näher befassen müssen, kennen. Die erziehungswissenschaftlichen Forschungsfelder sind breit gefächert. In der Ausbildung werden Sie in der Perspektive anderer Fachrichtungen, wie der Geschichte, der Soziologie, der Psychologie und der Philosophie einen mehr oder weniger genauen Eindruck über die Strukturen der Bildung und Erziehung in der Gesellschaft bekommen. Im Fokus stehen die unterschiedlichen Theorien, welche es in den Erziehungswissenschaften bereits gibt und an welche Sie sich bei den eigens angefertigten Arbeiten im Studium und danach orientieren können. Grosser Bestandteil des Studiums in Erziehungswissenschaften ist zweifellos das wissenschaftliche Arbeiten. Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet nach gewissen Richtlinien eigene Konzepte auszuarbeiten, die allgemeingültig, nachvollziehbar und überprüfbar sind. Bei den Erziehungswissenschaften handelt es sich um eine grösstenteils empirische Disziplin, weshalb sowohl qualitative als auch quantitative Methoden einen nicht unerheblichen Anteil im Studium einnehmen. Sie erhalten mit diesen Forschungsmethoden einen Überblick über bestehende Verhältnisse, lernen im Modul "wissenschaftliches Arbeiten" aber auch, eigene Theorien aufzustellen, Studien durchzuführen und eine Arbeit über Ihr Forschungsthema zu schreiben. Andere Themenfelder variieren zwischen den unterschiedlichen Hochschulen. Manche Hochschulen bieten Wahlmodule an oder haben einfach gewisse Schwerpunkte. An der einen Schule lernen Sie vielleicht etwas mehr zu Didaktik, eine andere bietet vertiefende Module an, die sich mit der Frühpädagogik beschäftigen. 

Sechs Gründe für eine Ausbildung in Erziehungswissenschaften

  • Das Studium der Erziehungswissenschaften sollten Sie dann erwägen, wenn Sie Kinder mögen, mit ihnen arbeiten möchten und bestenfalls Erfahrung in der Erziehung von Kindern aufweisen können.
  • Bei den Erziehungswissenschaften handelt es sich um eine sehr vielseitige Fachrichtung. Nach dem Studium stehen Ihnen viele verschiedene Möglichkeiten offen. Sie haben die Wahl zwischen Theorie und Praxis, das heisst Sie können in die Forschung gehen oder mit einem erforderlichen Lehrdiplom an Schulen unterrichten. 
  • Das Studium in Erziehungswissenschaften eignet sich sehr gut für Leute, die bereits im pädagogischen Bereich tätig sind und vorhaben, selbstständig oder als Leiter einer sozialen Einrichtung zu arbeiten. 
  • Die Bildung und Erziehung von Kindern stellt nur eine Spezifikation dar, die Sie im Studium der Erziehungswissenschaften wählen können. Sie können als Erziehungswissenschaftler oder Erziehungswissenschaftlerin auch in die Erwachsenenbildung gehen. 
  • Mit Erziehungswissenschaften wird Ihnen ein beruflicher Weg eröffnet, der sehr erfüllend sein kann. Kinder sind schliesslich die Zukunft des Landes und mit Ihrer Hilfe werden Fortschritte in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens erzielt.
  • Gerade die Sozialpädagogik ist ein spannendes Feld, wenn Sie einen nützlichen Beitrag zur Gesellschaft leisten möchten. In diesem Teilbereich der Erziehungswissenschaften haben Sie es vor allem mit schwer erziehbaren oder behinderten Kindern zu tun. Ihr Ziel ist hier die Integration der Kinder und Jugendlichen, die alleine nicht weiterkommen können.
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