6 Keyfacts zu einer Aus- und Weiterbildung in Sozialbegleitung
Sozialbegleitung ist ein eidgenössisch geregelter Beruf im Schweizer Sozialwesen.
Sozialbegleiter/innen begleiten Einzelpersonen, Familien oder Gruppen über längere Zeit im Alltag. Die Arbeit erfolgt meist aufsuchend im Lebensumfeld der Klientinnen und Klienten und nicht in stationären Einrichtungen.
Ziel der Sozialbegleitung
Ziel ist es, die:
der begleiteten Personen zu stärken.
Typische Zielgruppen sind:
Für die eidgenössische Berufsprüfung gelten drei Zulassungswege: Massgebend ist jeweils die Vorbildung:
Weg 1: mit EFZ Sozial-/Gesundheitsbereich
Weg 2: anderer Sek-II-Abschluss
Weg 3: ohne Sek-II-Abschluss (Einzelfall)
1. Vorbildung und Praxis sichern: EFZ FaGe / FaBe (oder gleichwertig) plus 2 Jahre Praxis, oder Sek-II-Abschluss plus 3 Jahre Praxis im Sozialbereich — jeweils innerhalb der letzten 5 Jahre vor Anmeldung.
2. Vorbereitungslehrgang besuchen (freiwillig, aber üblich): berufsbegleitend über rund 2 Jahre bei einem anerkannten Anbieter.
3. Zur Berufsprüfung anmelden: Anmeldefristen und Prüfungstermine bei der offiziellen Prüfungsstelle beachten.
4. Berufsprüfung ablegen: schriftliche Projektarbeit mit Fachgespräch sowie weitere Prüfungsteile gemäss Prüfungsordnung.
5. Fachausweis erhalten: bei bestandener Prüfung geschützter Titel "Sozialbegleiter/in mit eidgenössischem Fachausweis", Eintrag im SBFI-Berufsverzeichnis.
Die Ausbildung bzw. Vorbereitung zur Sozialbegleitung wird in der Schweiz von privaten Weiterbildungsanbietern und spezialisierten Bildungsinstitutionen im Sozialbereich angeboten. Es handelt sich nicht um eine staatlich zentralisierte Ausbildung, sondern um berufsbegleitende Lehrgänge zur Vorbereitung auf die eidgenössische Berufsprüfung.
1. Spezialisierte Schulen für Sozialbegleitung
Diese Anbieter sind direkt auf Sozialbegleitung fokussiert.
2. Private Weiterbildungsinstitute im Sozial- und Gesundheitswesen
Diese bieten Lehrgänge zur Vorbereitung auf den eidgenössischen Fachausweis an.
3. Verbandsnahe oder modulare Bildungsanbieter
Anbieter für Sozialbegleitung in der Schweiz im Überblick – kostenlos und unverbindlich Infomaterial anfordern.
Die Vorbereitung auf die Berufsprüfung wird in der Schweiz in der Regel berufsbegleitend angeboten.
Typisch ist:
Ein klassisches Vollzeitstudium ist aktuell im Bereich Sozialbegleitung nicht üblich.
Zu den zentralen Aufgaben in der Sozialbegleitung gehören:
Geeignet ist die Tätigkeit besonders für Personen mit hoher sozialer Kompetenz, Kommunikationsstärke, Geduld und Belastbarkeit sowie echtem Interesse an zwischenmenschlicher Arbeit in herausfordernden Lebenslagen. Da bereits Praxiserfahrung im Sozialbereich Zulassungsvoraussetzung ist, eignet sich der Weg vor allem für Personen, die bereits als FaBe, FaGe oder in einem verwandten Berufsfeld tätig sind und sich gezielt weiterqualifizieren möchten.
Der Schwerpunkt liegt im ambulanten Bereich:
Typische Auftraggeber sind:
Weniger geeignet ist die Sozialbegleitung für Personen, die:
Ist Sozialbegleitung in der Schweiz eidgenössisch geregelt? Ja. Der Abschluss erfolgt über die eidgenössische Berufsprüfung. Der geschützte Titel lautet „Sozialbegleiter/in mit eidgenössischem Fachausweis“
Brauche ich für die Zulassung zwingend einen FaGe- oder FaBe-Abschluss? Nein. Auch mit einem anderen Abschluss der Sekundarstufe II ist eine Zulassung möglich — dann wird allerdings ein Jahr mehr einschlägige Berufspraxis verlangt (3 statt 2 Jahre).
Wie lange dauert die Ausbildung? Die Vorbereitungslehrgänge dauern in der Regel rund 2 Jahre und werden berufsbegleitend absolviert. Hinzu kommt die vorausgesetzte Praxiszeit vor der Prüfungsanmeldung.
Was kostet die Ausbildung, und gibt es Unterstützung? Die Kosten variieren je nach Anbieter und Lehrgangsdauer. Der Bund erstattet unter bestimmten Voraussetzungen (u. a. Antritt zur eidgenössischen Prüfung, Anbieter auf der SBFI-Meldeliste) einen Teil der Kursgebühren über die sogenannte Subjektfinanzierung. Genaue Beträge sollten direkt beim Anbieter bzw. beim SBFI erfragt werden.
Wo arbeiten Sozialbegleiter/innen nach dem Abschluss? Vor allem im ambulanten Sozialbereich — bei Klientinnen und Klienten zu Hause —, teils auch ergänzend in stationären Einrichtungen wie Wohn- oder Übergangsheimen.
SAVOIRSOCIAL – Dachverband der Berufsbildung im Sozialbereich, Mitträgerschaft der Berufsprüfung
INSOS Schweiz – Fachverband für soziale Institutionen, Mitträgerschaft der Berufsprüfung
sozialbegleitung-berufspruefung.ch – offizielle Seite der eidgenössischen Berufsprüfung (Prüfungsordnung, Termine, Zulassungsbedingungen)