Wer bietet in der Schweiz eine Ausbildung in Heilpädagogik an?

Gründe für eine Heilpädagogik Ausbildung

  • Ein spannendes, anspruchsvolles und abwechslungsreiches Berufsbild wird geboten
  • hoher Einsatz ist gefordert, aber auch ein hohes Gefühl der Befriedigung gehört dazu
  • Berufszweige der Heilpädagogik werden immer beliebter
  • Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten auf universitärem Niveau und Kursangebote vorhanden

Wer sich für ein Studium der Heilpädagogik interessiert, der hat sich für einen Weg entschieden, in dem das Fördern und Unterstützen von Menschen im Vordergrund steht. Absolventen der Heilpädagogik arbeiten in Einrichtungen des Bildungssystems sowie sozialen Einrichtungen und Kliniken und unterstützen Kinder und Jugendliche und auch Erwachsene mit Behinderungen und Beeinträchtigungen beim Besuch der Schule oder einer Ausbildungsstätte. Die Berufsbezeichnung Heilpädagoge ist dabei inzwischen veraltet, stattdessen wird zwischen den vier Hauptrichtungen Logopädie, Heilpädagogische Früherziehung, Psychomotorik und schulischer Heilpädagogik unterschieden. Im Anschluss an den erfolgreichen Bachelor in einem der vier Bereiche kann ein Master Studium aufgenommen werden. Der Berufszweig der Heilpädagogik bietet ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld, bei dem der Mensch als Ganzes im Vordergrund steht. Ziel der Heilpädagogik ist nicht wie der Name vermuten lässt, die Heilung, sondern die Befähigung des Einzelnen zu dem Mass an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu gelangen, die in seiner Macht liegen. Logopäden unterstützen den Menschen in seiner sprachlichen Entwicklung sowie die schulischen Heilpädagogen den Menschen in seinem schulischen Umfeld fördern und zu in seinen Möglichkeiten liegenden Leistungen motivieren.

Kooperationspartner

Wie sieht die Ausbildung in Heilpädagogik aus?

Die Ausbildung in einem der vier Bereiche der Heilpädagogik kann an den meisten Hochschulen in der Schweiz aufgenommen werden. Das grundständige Bachelor Studium besteht aus sechs Semestern und schliesst mit dem Bachelor ab. Viele Hochschulen bieten aber auch Teilzeitstudiengänge an, in denen die Ausbildung in Heilpädagogik neben dem Beruf absolviert werden kann. Hier dauert das Studium dann in der Regel zwölf Semester bei halbierter Wochenstundenzahl. Nach Abschluss der Ausbildung mit dem Bachelor steht den Absolventen die Weiterbildung im Masterstudium zur Verfügung, welches in Vollzeit in vier Semestern absolviert werden kann.

„Heilpädagogik holt das Kind oder den Jugendlichen immer an der Stelle ab, an der er steht, das heisst, sie überfordert nicht, sondern fördert vorhandene Stärken und versucht Schwächen auszugleichen.“

Welches sind die typischen Tätigkeitsfelder?

Heilpädagogische Früherziehung

Die heilpädagogische Früherziehung beginnt bereits im Kindergartenalter und hat zum Ziel, dem Menschen bereits sehr früh zu fördern und ihm damit ein möglichst wenig eingeschränktes Leben trotz Behinderung zu ermöglichen. Die Ausbildung in der frühen Heilpädagogik erfolgt wie oben beschrieben an Hochschulen und schliesst mit dem Bachelor ab. Die anschliessende Tätigkeit findet in Einrichtungen der Frühförderung, also vor allem Kindertagesstätten statt. Auch für den Bereich der frühen Heilpädagogik stehen Möglichkeiten der universitären Weiterbildung zur Verfügung, ebenso können Kurse zur Weiterbildung absolviert werden, die den Zweck haben seine Tätigkeit stets auf dem neusten wissenschaftlichen Stand auszuüben.

Schulische Heilpädagogik

Die schulische Heilpädagogik hat hier Tätigkeitsfeld in Bildungseinrichtungen für Behinderte aber auch in Regelschulen, wo sie Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und Einschränkungen bei der schulischen Entwicklung fördert. Heilpädagogik holt das Kind oder den Jugendlichen immer an der Stelle ab, an der er steht, das heisst, sie überfordert nicht, sondern fördert vorhandene Stärken und versucht Schwächen auszugleichen. In der Schweiz sind die meisten im Bereich der Heilpädagogik angestellten im schulischen Bereich tätig. Im schulischen Bereich tätige Heilpädagogen entscheiden sich oftmals für eine sonderpädagogische Weiterbildung, aber auch andere Möglichkeiten der Entwicklung stehen diesem Berufszweig zur Verfügung. 

Logopädische Heilpädagogik

Logopäden behandeln sprachliche Defizite und unterstützen den Menschen auch früh bei der sprachlichen Entwicklung. Logopäden sind meist in Praxen oder Kliniken sowie Rehabilitationszentren tätig. Im sonderschulischen Bereich kann das Können der Logopädie ebenfalls zum Einsatz kommen. Auch der Bereich Gebärdensprache und Gebärdensprachdolmetschen gehört in den logopädischen Zweig der Heilpädagogik. Auch können Logopäden nach Abschluss ihrer Ausbildung eine Weiterbildung zum Gebärdensprachdolmetscher absolvieren. 

Psychomotorische Heilpädagogik 

Das Erlernen und Erweitern psychomotorischer Fähigkeiten ist für Menschen mit Behinderungen von enormer Relevanz. Mit der Erweiterung der motorischen Fähigkeiten durch gezielte Übungen können Menschen mit Behinderungen zu einem weitgehend selbständigen und damit autarken Leben geführt werden. Die Arbeitsplätze der psychomotorische Heilpädagogik liegen in Praxen, Kliniken und auch im Schulwesen. Auch in diesem Bereich stehen nach erfolgreichem Abschluss Weiterentwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Welches Fazit ergibt sich daraus?

Wer sich für ein Studium in der Heilpädagogik entscheidet, der entscheidet sich für ein spannendes, anspruchsvolles und abwechslungsreiches Berufsbild. Andere Menschen zu unterstützen und ihnen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, ist mit einem hohen Einsatz, aber auch einem hohen Gefühl der Befriedigung verbunden. Darin liegt vermutlich die Begründung, weshalb die Berufszweige der Heilpädagogik immer beliebter werden. Sehr viele Hochschulen in der Schweiz bieten Studiengänge in der Heilpädagogik an. Nach dem Studium kann eine Weiterbildung auf universitärem Niveau erfolgen oder auch in Kursen neben dem Beruf. Auch in der Heilpädagogik werden ständig neue wissenschaftliche Erkenntnisse erlangt, ständige Weiterbildung auch nach der Ausbildung ist für Heilpädagogen aller Zweige daher ein Muss. Wer sich über die Ausbildung oder eine Weiterbildung aus dem Bereich der Heilpädagogik interessiert, kann sich direkt mit einer Hochschule in Verbindung setzen und sich das jeweilige Angebot anschauen. Alle Bachelor-Studiengänge können anschliessen auf universitärem Niveau in einem Masterstudiengang fortgesetzt werden.

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