Wer bietet in der Schweiz eine Osteopathie Ausbildung an?

Fünf gute Gründe für eine Ausbildung in der Osteopathie

  • Fachlich sehr fundierte Ausbildung auf universitärem Niveau
  • Arbeiten direkt am Menschen mit der Möglichkeit auf die Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen
  • Abwechslungsreiches und vielfältiges Tätigkeitsfeld
  • Bietet die Möglichkeit, sich permanent weiterzuentwickeln
  • Bei Interesse stehen zahlreiche Spezialisierungen zur Verfügung

Die Osteopathie bietet als alternative Diagnose- und Heilmethode gute Chancen für eine berufliche Zukunft. Denn als Osteopath haben Sie die Möglichkeit, mit einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung ganzheitlich auf die Beschwerden von Patienten einzugehen und diese zu lindern oder zu heilen. Neben der selbstständigen Tätigkeit hat ein Osteopath die Möglichkeit, beratend mit Ärzten, Verbänden und Krankenkassen zusammenzuarbeiten. Das breite Tätigkeitsfeld, das ein Osteopathie Kurs oder eine Osteopathie Ausbildung bieten, wird durch zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung abgerundet. Nicht nur in der Schweiz, sondern im gesamten deutschsprachigen Raum sind die Berufsaussichten als Osteopath aufgrund des wachsenden Interesses an fundierter Alternativmedizin derzeit sehr gut. Mit der Osteopathie üben Sie einen fordernden Heilberuf aus, der jeden Tag dem Menschen nützt.

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Was sind Ursprung und Ziele der Osteopathie?

Die Grundlagen der modernen Osteopathie gehen auf den US-amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still zurück. Dieser beschäftigte sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts mit unterschiedlichen philosophischen Annahmen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, die in ihrer Gesamtheit zur Grundlage der Osteopathie wurden. 

Drei Erkenntnisse sind es, auf denen jede Diagnose und Behandlung in der Osteopathie basiert. Zunächst geht die Osteopathie davon aus, dass der Körper immer als eine Einheit zu betrachten ist. Ein Krankheitsbild oder eine verminderte Funktion eines Körperteils wird also immer auch Auswirkungen auf andere Organe, Muskeln oder den Kreislauf haben. Deswegen kann eine Behandlung in der Osteopathie immer nur auf die Behandlung des ganzen Menschen abzielen. Der zweite Kernpunkt der Osteopathie ist die Annahme, dass es zwischen Strukturen des Körpers und ihrer Funktion eine Wechselwirkung gibt. Wird beispielsweise die Blutversorgung in einem Körperteil behindert, leidet das Körperteil in seiner Gesamtheit unter diesem Mangel. Folgerichtig führt das beseitigen eines solchen Mangels auch dazu, dass die Funktion des gesamten Körperteils wieder hergestellt werden kann. Der dritte und wichtigste Ansatz der Osteopathie ist die Annahme, dass der Körper des Menschen über selbstregulierende Mechanismen verfügt. Der eigentliche Prozess der Heilung kann zwar von aussen beispielsweise durch Behandlungen unterstützt werden; die Heilung selbst übernimmt aber der Körper. Damit ist es ein erklärtes Ziel der Osteopathie, vornehmlich die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, um eine Heilung herbeizuführen.

Im Gegensatz zu einem Arzt werden in der Osteopathie allerdings keine Medikamente verwendet. Ebenfalls verzichten Osteopathen auf sogenannte invasive Techniken. Ein Eindringen in den Körper mittels Sonden oder Spritzen ist nicht vorgesehen. Sowohl zur Diagnose als auch zur Behandlung dienen vor allem Berührungen mit den Händen, also die manuelle Therapie. Diese immer sanft und schonend ausgeführten Techniken erlauben es dem Osteopathen, den Körper des Patienten zu verstehen und die grundlegenden Funktionen wieder herzustellen. Vor der Therapie steht in der Osteopathie auch immer ein ausführliches Gespräch zwischen Patient und Behandelndem. Dadurch erhält der Osteopath die Möglichkeit, nicht nur die Beschwerden des Patienten kennenzulernen, sondern ihn und sein Leiden in der Gesamtheit zu verstehen.

„Sowohl zur Diagnose als auch zur Behandlung dienen vor allem Berührungen mit den Händen, also die manuelle Therapie.“

Welche Möglichkeiten bietet die Osteopathie Ausbildung?

Auch wenn die Osteopathie ihren Ursprung in den USA hat, unterscheiden sich die medizinischen Ansätze und die Ausbildung im deutschsprachigen Raum deutlich. Denn während sich die Ausbildung in den USA vornehmlich auf den philosophischen Ansatz der Osteopathie konzentriert, steht in Europa vor allem der medizinische Nutzen im Vordergrund.

Aber auch innerhalb des deutschsprachigen Raums gibt es deutliche Differenzen. Diese betreffen aber eher den formalen Aufbau beim Osteopathie Kurs und der Osteopathie Ausbildung. Reicht in Deutschland bereits ein Osteopathie Kurs, um medizinisch tätig zu werden, sind die Regelungen in der Schweiz deutlich strenger. Denn um in der Schweiz als Osteopath praktizieren zu dürfen, muss ein Studium an einer Fachhochschule erfolgreich absolviert und mit einem Master abgeschlossen werden. Es handelt sich also um eine mehrjährige Ausbildung auf akademischem Niveau.

Die universitäre Ausbildung der Osteopathie fusst dabei vor allem auf zwei Säulen. Der fachspezifische Teil beschäftigt sich mit den Grundlagen der Osteopathie selbst. Hier werden sowohl die zugrunde liegenden Konzepte in ihrer philosophischen Natur als auch die daraus resultierenden Techniken für Diagnose und Behandlung betrachtet. Auf diese Weise erwerben Studierende den fachlichen Unterbau, der für die praktische Anwendung der Osteopathie zwingend erforderlich ist. Die zweite Säule stellt eine breite medizinisch-wissenschaftliche Basis dar. Denn die Beurteilung von Krankheiten und deren Behandlung kann nur dann erfolgreich verlaufen, wenn zukünftige Osteopathen über ein fundiertes biowissenschaftliches Fundament verfügen. Zudem ist eine solide naturwissenschaftliche Basis auch notwendig, um mit Medizinern anderer Fachbereiche in Kommunikation zu treten. 

Wenn Sie die Ausbildung in der Osteopathie erfolgreich mit einem Master abschliessen, sind Sie in der Lage, den Beruf eigenverantwortlich auszuüben. Sie können hierzu auch neueste Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung interpretieren und in der Praxis anwenden. Zudem sind sie in der Lage, sowohl mit Ihren Patienten als auch mit Medizinern anderer Fachbereiche gezielt Behandlungsmethoden zu finden und diese anzuwenden. Zudem können Sie auch die Kompetenzen anderer medizinischer Berufe einschätzen und Patienten gegebenenfalls an diese überweisen, falls dies die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung erhöht. Ausserdem verfügen Sie mit einer abgeschlossenen Osteopathie Ausbildung über ein umfangreiches Wissen um die gesundheitlichen und rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen der Osteopathie.

Welche Weiterbildungen in der Osteopathie sind möglich?

Nach erfolgreich abgeschlossener Osteopathie Ausbildung endet das Lernen jedoch nicht. Denn auch in dieser noch recht jungen Variante der Medizin werden ständig Fortschritte gemacht, die dem Wohl des Patienten nutzen. Deswegen ist für einen verantwortungsvollen Osteopathen die Teilnahme an einer permanenten fachlichen Vertiefung in einem Osteopathie Kurs eigentlich obligatorisch. Ein solcher Osteopathie Kurs kann dabei sehr unterschiedliche Schwerpunkte haben. Denn thematisch interessant ist ein Osteopathie Kurs nicht nur, wenn er fachspezifische Inhalte hat. Aufgrund der häufigen Zusammenarbeit mit Medizinern aus anderen Fachgebieten sind allgemein bildende Fortbildungen ebenso wichtig. Wenn Sie eine fachspezifische Weiterbildung anstreben, gibt es auch hier für beinahe jeden Bedarf einen passenden Osteopathie Kurs. Diese Kurse beziehen sich dann beispielsweise auf die Anwendung der Osteopathie in einem bestimmten Bereich, beispielsweise der Sportmedizin. Insgesamt betrachtet ist die Osteopathie Ausbildung, ähnlich wie in anderen Heilberufen, mit einem lebenslangen Lernprozess verbunden.

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