So sieht dein perfekter Lebenslauf aus

Gepostet 16.04.2021, Bildung Schweiz

Der Lebenslauf gilt immer noch als einer der wichtigsten Faktoren für eine allfällige Anstellung. Er gibt einen ersten Eindruck, ist sozusagen die Visitenkarte des Bewerbers und soll in kürzester Zeit helfen, aus der Masse herauszustechen. Worauf ist zu achten, damit genau das gelingt?

Der perfekte Lebenslauf soll innert kürzester Zeit Interesse wecken. Foto: Pexels
Der perfekte Lebenslauf soll innert kürzester Zeit Interesse wecken. Foto: Pexels

Du hast eine interessante Stelle entdeckt und bist dabei, deine Bewerbung zu vervollständigen? Achte dabei besonders auf das Erscheinungsbild des Lebenslaufes. Hier ein paar Tipps, wie der perfekte Lebenslauf aussehen sollte.

Der perfekte Lebenslauf ist eine Visitenkarte

Folgende zehn Punkte sind beim Verfassen des Lebenslaufes neben richtiger Grammatik, einer korrekten Ansprache sowie einem professionellen Ton zu beachten:

  1. Layout/Schrift
    Ein Lebenslauf sollte schlicht gehalten sein, inhaltlich und strukturell stimmig sein. Will heissen, dass du eine klare und einfache Struktur - möglichst ohne Fett- oder Kursiv-Markierungen – eine gut lesbare Schrift wie zum Beispiel Cambria oder Calibri, verteilt auf maximal ein bis zwei Seiten verwendest.
     
  2. Gliederung
    Unterteile den perfekten Lebenslauf in Rubriken. Angefangen mit den persönlichen Daten, der Ausbildung, der Praxiserfahrung und weiterem Engagement. Weiter kannst du noch Zusatzqualifikationen, gegebenenfalls auch Auszeichnungen erwähnen. Achte darauf, dass du immer mit dem Aktuellsten - sozusagen umgekehrt chronologisch - beginnst. Wenn du sicher gehen willst, dass sich nach der Bearbeitung nichts mehr verschiebt, kannst du deinen Lebenslauf am Schluss in ein PDF umwandeln.
     
  3. Bild
    Falls es bei der Ausschreibung nicht explizit erwähnt ist, muss kein Foto beigelegt werden. Es ist aber besser und hierzulande auch üblich. Denn es wirkt und wird immer noch geschätzt, wenn dem Lebenslauf ein Foto in guter Qualität beiliegt. Schreibe das Foto auf der Rückseite an, dann kann es bei allfälligem Abfallen wieder richtig zugeordnet werden.
     
  4. Persönliche Daten
    Zu den persönlichen Daten gehören Name, Geburtstag, Wohnort, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Der Rest wie Familienstand oder Staatsangehörigkeit ist heute nicht mehr nötig aufzuführen. Falls du ein gepflegtes, professionelles Social-Media Profil hast, kannst du auch dieses erwähnen.
     
  5. Ausbildung
    Der perfekte Lebenslauf enthält deine Grundausbildung(en) oder deine Studienschwerpunkte, das Thema der Abschluss- oder Bachelorarbeit, die bisherige Durchschnittsnote und den voraussichtlichen Studienabschluss.
     
  6. Praxis
    Hier kannst du bisherige, renommierte Arbeitgeber nennen. Achte darauf, dass es nicht zu viele sind, das könnte kontraproduktiv wirken. Lange Unternehmenszugehörigkeit wird als hohe Loyalität und Treue gegenüber dem Arbeitgeber gesehen. Weiter sind Jobs als studentische Hilfskraft, beispielsweise ein freiwilliges Soziales Jahr oder diverse Praktika interessant aufzuführen.
     
  7. Engagement/Hobbies
    Du betätigst dich in deiner Freizeit in einem Sport- oder Musikverein? Gut, das zeigt dein Engagement und kann gerne erwähnt werden. Allenfalls kannst du auch ein Ehrenamt, spannende oder zum Job passende Hobbies in den Lebenslauf nehmen.
     
  8. Zusatzqualifikationen
    Falls du dich zum Beispiel sprachlich oder im EDV-Bereich weitergebildet hast, gilt dies oft als gute Zusatzqualifikation. Gib dabei das erreichte Level oder allfällige Auslandaufenthalte an.
     
  9. Referenzen
    In der Deutschschweiz ist es üblich, Referenzen anzugeben. Wichtig ist, dass du diese Person(en) vorher anfragst, ob sie bereit sind, auf Anfrage eine Referenz für dich abzugeben. Wenn du im Lebenslauf keine Namen nennen möchtest, kannst du darauf hinweisen, dass du Referenzen bei Bedarf nachliefern könntest.
     
  10. Unterschrift
    Last but not least: Eine Unterschrift ist für den perfekten Lebenslauf nicht nötig, bildet aber einen guten Abschluss und unterstreicht noch einmal die persönliche Note.

Es empfiehlt sich, das Jobangebot zum Schluss noch einmal aus dem Blickwinkel der Personaler durchzulesen und darauf zu achten, dass die gestellten Anforderungen in deinem Lebenslauf soweit möglich auch erwähnt sind.  

Gibt es Lücken im Lebenslauf?

  Bloss keine  Lücken im Lebenslauf, lautete der Rat an Berufsanfänger. Das ist vorbei, die Personaler wollen von Auszeiten und Fehltritten lesen. Der perfekte Lebenslauf muss nicht geradlinig sein. Man kann trotzdem Erfolg haben. Gehe offensiv mit den Lücken um und punkte durch nachvollziehbare Argumente.

Und: Bildungsabschlüsse allein sind nicht mehr ausschlaggebend und verlieren an Wert. Man bekommt heute in vielen Branchen nur noch gute Posten, wenn man etwas Besonderes ausstrahlt oder über besondere Fähigkeiten verfügt.

Wir drücken dir die Daumen und wünschen viel Erfolg beim Bewerbungsgespräch! Auch dort zählt der erste Eindruck…

Ähnliche Beiträge

Mehr zum Thema

Beratung Coaching Persönlichkeitsbildung
Unsere aktuellsten Beiträge
Systemtechnik und Automation schaffen Perspektiven: Absolvierende sind gefragt. Foto: HFT Schaffhausen

Auf der richtigen Seite der Zukunft

In der Industrie der Zukunft spielen Roboter und automatisierte Systeme eine zentrale Rolle. Der Wandel ist in vollem Gang und viele industrielle Tätigkeiten werden künftig von Maschinen ausgeführt. Es entstehen gleichzeitig aber auch hervorragende berufliche Perspektiven für qualifizierte Fachleute, beispielsweise in Systemtechnik und Automation.

21. Juni Othmar Bertolosi
Schlechte Gewohnheiten, wie regelmässig ohne wirklichen Grund auf das Smartphone zu schauen, kann man sich abgewöhnen. Foto: Adobe Stock

Wie Sie schlechte Gewohnheiten loswerden

Sie sind unser persönlicher Autopilot: Gewohnheiten. Wenn es jedoch darum geht, schlechte Verhaltensweisen abzulegen, stehen sie uns oft im Weg. Die gute Nachricht: Das lässt sich ändern!

14. Juni getAbstract
Ein Praktikum dient dazu, Erfahrungen im Geschäftsalltag zu sammeln und sich in der Berufswelt zu behaupten. (© comzeal / Adobe Stock)

Praktikum – was ist zu beachten?

Junge Leute wissen meist, wovon beim Stichwort Praktikum die Rede ist. Direkt nach der Ausbildung einen festen Job zu haben, ist längst nicht mehr die Regel. Oft gilt es erst ein Praktikum zu absolvieren, um im gewünschten Beruf Fuss zu fassen.

3. Juni Martina Schuler