SEMP ist auf gutem Weg

Gepostet 16.10.2015, Myriam Arnold

Im 2015 wurden bereits 9‘650 Austausch-Studierende und -lernende auf Basis des Swiss-European Mobility Programme (SEMP) unterstützt. Dies entspricht einer Zunahme von 11 Prozent gegenüber 2014. Nach den Unsicherheiten, die aufgrund des Schweizer Ausschlusses aus dem Erasmus+-Bildungsprogramm aufkamen, gewinnt die Übergangslösung SEMP nun Vertrauen.

Das Swiss-European Mobility Programme (SEMP) fördert Mobilitätsprojekte auf allen Bildungsstufen. (© esthermm / Fotolia.com)
Das Swiss-European Mobility Programme (SEMP) fördert Mobilitätsprojekte auf allen Bildungsstufen. (© esthermm / Fotolia.com)

Im Zusammenhang mit dem Swiss-European Mobility Programme (SEMP), die Übergangslösung für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+, hat die ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit im 2015 vorwiegend Mobilitätsprojekte gefördert. Folglich unterstützte die Stiftung in diesem Jahr bereits 9‘650 Austauschstudierende und -lernende, sogenannte Mobilitäten, mit 22.61 Millionen Franken. Dies sind gut 2 Millionen Franken mehr als im 2014 (+ 11%). Die definitiven Zahlen würden jedoch erst Ende 2017 feststehen, wenn die Projektverträge ausgelaufen seien.

Nicht nur Schweizer Studierende gefördert

Die aktuellen 9‘650 Mobilitäten umfassen nicht nur Schweizerinnen und Schweizer, die in europäischen Programmländern ein Auslandsemester oder Praktika absolvieren (Outgoing), sondern auch Austausch-Schülerinnen und -Schüler aus der EU, die sich in der Schweiz aus- und weiterbilden lassen (Incoming). „Dies ist eine Voraussetzung, damit ausländische Institutionen weiterhin Studierende und Lernende aus der Schweiz aufnehmen“, sagt die ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit. Weil die Schweiz kein Erasmus+-Programmland sei, würden andere europäische Staaten keine Beiträge für Mobilitäten in die Schweiz leisten. Da helfe nun die Übergangslösung SEMP aus, welche die ch Stiftung im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation – wie bereits im 2014 – umsetzt.

Übergangslösung? Was? Wie? Warum?

Das Swiss-European Mobility Programme musste her, nachdem die Europäische Kommission die Verhandlungen über eine Schweizer Teilnahme am EU-Bildungsprogramm aufgrund des Ja zur Masseneinwanderungsinitiative vom 9. Februar 2014 einstellte. Im September 2014 entschied dann der Bundesrat, diese Übergangslösung für 2015 und 2016 fortzuführen, um Schweizer Programmteilnehmenden Kontinuität und Planungssicherheit für die kommenden Jahre zu garantieren. Ob sich die Schweiz ab 2017 wieder an Erasmus+ beteiligen kann, steht noch offen.

Vertrauen ins Austausch-Programm steigt

Kommen wir zurück ins 2015. Am meisten Mobilitäten wurden auf der Tertiärstufe, also bei Hochschulen und höhere Fachschulen, mit 7‘874 (4‘382 Outgoing und 3‘492 Incoming) gefördert. Die anderen Bildungsstufen weisen folgende Zahlen auf: 1‘114 Mobilitäten in Berufsbildung, 377 in ausserschulische Jugendarbeit, 235 in der Obligatorischen und Mittelschulstufe sowie 50 in der Erwachsenenbildung. Die Nachfrage nach Mobiltäten ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. „Grund dafür ist, dass das SEMP bei den Projektträgern inzwischen bekannt ist“, schreibt die ch Stiftung. Zudem seien die Unsicherheiten aus dem letzten Jahr weggefallen.

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