Einfacher Einstieg ins Desktop Publishing

Gepostet 03.12.2021, Priska Lagler

Das kreative Gestalten am Computer ist momentan beliebt. Viele üben sich im Layouten, arbeiten aber oft unstrukturiert. Wir geben Tipps, wie Anfängerinnen und Anfänger zu Hobby-Designerinnen und -Designer werden.

Layouten und Designen am Computer braucht einiges an Know-how und Übung. Adobe
Layouten und Designen am Computer braucht einiges an Know-how und Übung. Adobe

Mittlerweile können alle selber zu Gestalterinnen und Gestalter werden und Produkte designen. Vor allem in Sozialen Medien trifft man unzählige Inhalte an, die mit professionellen Tools gestaltet wurden. Ein wenig Know-how und die richtigen Tools helfen, die kreative Ader auszuleben. Aber wo beginnt man als Anfängerin bzw. Anfänger überhaupt? 

Für Beat Kipfer, Publishing Trainer der PubliCollege GmbH, ist die Sensibilisierung für Gestaltung zentral: «Schauen Sie Publikationen aller Art gezielter an und beobachten Sie, was Sie anspricht und was eher nicht.» Zudem empfiehlt Kipfer, sich klare Ziele zu setzen. Hier sei zu unterscheiden, ob diese nur aus Eigeninteresse erreicht werden wollen oder ob eine berufliche Motivation vorhanden ist.

«Zu Beginn soll ein Überblick über die Programme verschafft werden», gibt Tania Ineichen, diplomierte Technopolygrafin von der Digicomp Academy AG, Auskunft. Im Grafik Desktop Publishing gibt es keine «einfachen Programme», die den Einstieg für Anfängerinnen und Anfänger erleichtern. 

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Gemäss Kipfer soll man deswegen keine Angst haben.«Man erlernt die Tool Schritt für Schritt und steigert dabei langsam die Komplexität», sagt Technopolygrafin Ineichen. Die meistverwendete Software im Grafik Desktop Publishing sei die Adobe-Palette. «Alternative Programme sind diejenigen von Affinity

Die beiden Desktop-Publishing-Profis empfehlen Video-Tutorials, um sich selbstständig weiterzubilden. Die beiden Softwares bieten zahlreiche kostenlose Tutorials, mit welchen man Detailfragen beantwortet bekomme.«Natürlich kursieren dazu auch viele YouTube-Filmchen. Bei diesen muss man einfach einschätzen können, ob sie einigermassen professionell daherkommen oder nicht», sagt Kipfer. Die beste Methode sei immer noch «Learning by doing». Ohne Vorkenntnisse könne dies aber mühsam werden oder in eine falsche Richtung führen.

Ab wann lohnt sich ein Kurs, wenn es so gute Video-Tutorials gibt? Digicomp-Expertin Tania Ineichen empfiehlt: «Als Startschuss lohnt es sich, einen Basic-Kurs zu besuchen.» Relativ schnell könne dann mit weiteren Kursen oder mit selbstständigem Lernen Kenntnisse vertieft und an der Effizienz gearbeitet werden. Beat Kipfer vom PubliCollege ist da ähnlicher Meinung: «Am besten wird mit einem Einsteigerkurs gestartet.» Dadurch erhalte man eine Übersicht und einen ersten Einblick in die Tätigkeit. Dadurch wird gemäss Kipfer ein gutes Fundament gelegt: «Wenn Sie die grundsätzliche Arbeitsweise einmal kennen, sind Sie richtig eingespurt und kommen selbstständig oder durch den Besuch vonVertiefungskursen weiter.»

Für Grafik Desktop Publishing wird nicht viel Ausrüstung benötigt. «Das Minimum ist ein Computer mit guter Grafikkarte», sagt Ineichen. Kipfer ergänzt: «Sinnvoll ist die Verwendung eines nicht zu kleinen Zweitbildschirms.» Zudem mache es heute keinen Unterschied mehr, ob es sich beim Computer um einen Macintosh oder einen Windows-PC handle.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Anfängerinnen und Anfänger besitzen mit einem Basis-Kurs in den Softwares Affinity oder Adobe, einem guten Laptop oder PC und passenden Video-Tutorials bereits das Rüstzeug, um Hobby-Designerin bzw. Hobby-Designer zu werden.

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