So gehst du am besten bei der Lehrstellensuche vor

Gepostet 23.09.2019, Martina Schuler

Das Ende der obligatorischen Schulzeit ist in Sicht. Endlich – oder doch nicht? Es gibt immer Jugendliche, die schon genau wissen, was sie lernen wollen. Viele aber sind bei der Vielfalt überfordert und brauchen Unterstützung bei der Berufswahl und der Lehrstellensuche. Ein paar Tipps dazu.

Bei der Lehrstellensuche kann man sich für einen passenden Beruf entscheiden. (© Daniel Ernst / Adobe Stock)
Bei der Lehrstellensuche kann man sich für einen passenden Beruf entscheiden. (© Daniel Ernst / Adobe Stock)

In der zweiten Oberstufe geht es so richtig los. Mit 14 Jahren musst du schon entscheiden, in welche Richtung es beruflich gehen soll – oft eine schwierige Aufgabe. Doch schön der Reihe nach. Im besten Fall weisst du schon, welche Lehre du absolvieren willst. Oder zumindest, was du sicher nicht willst. Das ist gut, denn dadurch wirst du konkreter zum passenden Beruf hingeführt. Für alles weitere gibt es vielfältige Hilfsmittel.

Die Berufswahl

Lade zum Beispiel die BIZ App (App Store / Google Play) herunter. Diese bringt dich deinen Interessen entsprechend einen Schritt näher an die richtige Berufswahl und kennt dazu passende Lehrstellenangebote.

Eine weitere Möglichkeit ist, dich auf Berufsberatung.ch zu informieren oder direkt die kantonale Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung für ein persönliches Beratungsgespräch aufzusuchen. Du kannst vorab auch einen Berufscheck machen oder den Berufsfinder testen.

Damit solltest du eine Auswahl an passenden Ausbildungen haben, damit du dich konkret mit diesen Berufsbildern auseinandersetzen und deine Wahl treffen kannst.

Die Lehrstellensuche

Der nächste Schritt ist dann bereits die Lehrstellensuche. Um herauszufinden, wer wo einen passenden Ausbildungsplatz anbietet, kannst du die lokalen Zeitungen und Stellenanzeiger durchsehen, im Lehrstellennachweis LENA oder auf gateway.one nach einem passenden Angebot suchen. Wenn du eine bestimmte Firma im Auge hast, kannst du auch die Homepage checken, ob eine Lehrstelle ausgeschrieben ist. Beachte, dass einige Lehrbetriebe mit der Bewerbung zusätzlich zu den Noten einen Multicheck-Test fordern.

Das Bewerbungsschreiben

Wenn du eine Auswahl vorgenommen hast, kannst du dich ans Bewerbungs- oder Motivationsschreiben wagen. Informiere dich vorab genau, was alles in eine Bewerbungsmappe gehört (Bewerbungsbrief, Lebenslauf, Zeugniskopien etc.) Ein sauberes, vollständiges Dossier erhöht deine Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Der Ball liegt nun beim Lehrbetrieb. Wenn du bis drei Wochen nach dem Versand nichts gehört hast, darfst du nach dem Stand der Dinge fragen.

Zusätzlich solltest du beachten, dass immer mehr Firmen auch die Sozialen Medien kontaktieren. Deshalb sollten keine unpassenden Informationen auf deinen Profilen (Instagram, Facebook etc.) ersichtlich sein und deine Privatsphären-Einstellungen gecheckt sein.

Das Vorstellungsgespräch

Super – du hast es schon bis zum Vorstellungsgespräch geschafft! Nun gilt es, dich authentisch ins beste Licht zu rücken. Denn jetzt will der Lehrbetrieb dich näher kennenlernen und deine Motivation für den Beruf spüren. Achte auch auf die Sitzhaltung, halte immer wieder Augenkontakt und sei freundlich – denn du hast nie eine zweite Chance auf den ersten Eindruck. Das tönt vielleicht schwierig, ist aber bei guter Vorbereitung problemlos zu schaffen. Stelle auch Fragen, die allfällige Unklarheiten deinerseits aus dem Weg räumen. Kläre, bis wann du Bescheid bekommst.

Die Alternativen

Nun bist du deinem Ausbildungsplatz schon nahe. Falls es wider Erwarten doch nicht klappt mit der Lehrstelle, kannst du ein Brückenangebot wie zum Beispiel das 10. Schuljahr oder einen Sprachaufenthalt (zum Beispiel mit AFS, EF oder Gateway) im In- oder Ausland ins Auge fassen. Für manche Berufe (zum Beispiel Fachmann/Fachfrau Betreuung) wird vorgängig oftmals ein Praktikum gefordert, bevor die eigentliche Ausbildung gestartet werden kann. Auch das kann eine Zwischenlösung sein.

Wir sind überzeugt, mit diesen Tipps gelingt dir der Start ins Berufsleben. Wir drücken dir die Daumen. Und nicht vergessen: Nach der Ausbildung ist vor der Weiterbildung.

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