Schlafforscher erhält ERC Starting Grant

Gepostet 14.12.2015, Myriam Arnold

Der an der Universität Freiburg tätige Professor Björn Rasch erhält eine der höchsten Forschungsförderungen der EU, den ERC Starting Grant. Auch Forschende der Universität Basel, der Universität Zürich und der ETH Zürich erhalten Fördermittel.

Dank des ERC Starting Grant kann die Universität Freiburg die Schlafforschung intensivieren. (© Patrizia Tilly / Fotolia.com)
Dank des ERC Starting Grant kann die Universität Freiburg die Schlafforschung intensivieren. (© Patrizia Tilly / Fotolia.com)

Professor Dr. rer. nat. Björn Rasch ist seit 2013 Schlafforscher und Biopsychologe an der Universität Freiburg. Nun erhält er den mit 1.5 Millionen Euro dotierten Starting Grant des European Research Council (ERC). Insgesamt hatten sich 2‘920 Antragssteller auf diesen Europäischen Forschungspreis beworben.

Die Förderprogramme des Europäischen Forschungsrats sind für sämtliche Spitzenforscher offen, die ihre Pionierforschung in den 28 EU-Mitgliedstaaten oder in assoziierten Staaten durchführen.

Ohne Schlafmittel besser schlafen

Björn Rasch setzt die finanziellen Mittel während den nächsten fünf Jahren für die Grundlagenforschung im Bereich Schlaf ein. Gemäss Communiqué will Rasch herausfinden, wie vor dem Schlaf aktivierte psychologische Konzepte den objektiv messbaren Schlaf beeinflussen können. Dabei beabsichtige er, vor allem den für Gesundheit und mentale Erholung wichtigen Tiefschlaf zu verlängern. Der neue Ansatz soll künftig Menschen mit stressbedingten Schlafstörungen helfen. Auch ältere Menschen sollen auf diese Weise ohne Medikamente erholsameren Schlaf finden.

Forschende in Zürich und Basel erhalten ERC Starting Grant

Ebenfalls einen ERC Starting Grant erhalten drei Wissenschaftler der Universität Basel. Diese wären der Biomediziner Nicola Aceto, der Mathematiker Gianluca Crippa und der Physiker Philipp Treutlein. Sie erhalten in den kommenden fünf Jahren Fördermittel von bis zu 1.7 Millionen Euro.

Erfolgreich beworben hatten sich zudem Forschende des Forschungsplatzes Zürich. Insgesamt würden rund 16 Millionen Euro zur Universität und ETH Zürich fliessen. Für die Universität Zürich werden folgende Wissenschaftler gefördert: Dr. Jason P. Holland, Prof. Nicole Joller, Prof. Martin Müller und Prof. Thomas Willwacher. Eleni Chatzi, Torsten Hoefler, Maryam Kamgarpour, Laura Nyström, Martin Pilhofer, Sai Reddy und Vanessa Wood heissen die geförderten Forscherinnen und Forscher der ETH Zürich.

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