Bildung, die einen weiterbringt

Heute ist Tag der Berufsbildung

Gepostet 16.05.2018, Ronny Arnold

Bereits zum 10. Mal wird heute 16. Mai 2018 der Tag der Berufsbildung durchgeführt. Es geht darum an diesem Tag auf die Stärken des dualen Bildungssystem in der Schweiz aufmerksam zu machen.

An Berufsmessen informieren sich viele Jugendliche über ihre Ausbildungsmöglichkeiten. (Foto: Berufsmesse Zürich)
An Berufsmessen informieren sich viele Jugendliche über ihre Ausbildungsmöglichkeiten. (Foto: Berufsmesse Zürich)

Zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz entscheiden sich jährlich für den Start einer beruflichen Grundausbildung. Sie machen damit einen wichtigen ersten Schritt in ihrer beruflichen Laufbahn. Im Jahr 2016 waren 296‘000 Jugendliche in einer Lehre. Dies geht aus den jährlichen Berufsbildungs-Zahlen des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hervor.

Grosse Auswahl an Lehrberufen

n der Schweiz stehen rund 230 berufliche Grundbildungen zur Wahl. Die zehn meistgewählten beruflichen Grundbildungen 2015 deckten knapp 50 Prozent der neu abgeschlossenen Lehrverhältnisse ab. 

Beliebteste Lehrberufe 2016:

  1. Kauffmann/-frau EFZ E
  2. Detailhandelsfachmann/-frau EFZ
  3. Fachmann/-frau Gesundheit EFZ
  4. Fachmann/-frau Betreuung EFZ
  5. Informatiker/-in EFZ

Seltenste Lehrberufe 2016:

  1. Glasapparatebauer/-in EFZ
  2. Küfer/-in EFZ
  3. Geigenbauer/-in EFZ
  4. Holzhandwerker/-inEFZ
  5. Messerschmied/-in EFZ

Duales System

Die Schweiz wird immer wieder gelobt für ihr duales Berufsbildungssystem. Der grosse Vorteil ist die ausgewogene Mischung zwischen Theorie und Praxis. Dies wird primär durch die Ausbildung im Lehrbetrieb und der Berufsfachschule gewährleistet. Neben der Ausbildung in einem Betrieb kann eine berufliche Grundbildung auch in einem schulisch organisierten Angebot (zum Beispiel in einer Lehrwerkstätte oder einer Handelsmittelschule) absolviert werden. Die höhere Berufsbildung kombiniert Unterricht und Berufspraxis miteinander und stellt so das duale System auch auf der Tertiärstufe sicher.

Optimierte Durchlässigkeit

Die Berufsbildung in der Schweiz basiert auf klar definierten Bildungsangeboten und schweizweit gleichen Qualifikationsverfahren (Abschlussprüfungen). Dies garantiert eine Vergleichbarkeit und somit hohe Durchlässigkeit. Der Besuch weiterführender Bildungsangebote, der Wechsel von der Berufsbildung an eine Hochschule und ein Tätigkeitswechsel im Verlauf des Arbeitslebens sind so ohne Umwege möglich. Zusätzlich gibt es auf allen Ebenen der Berufsbildung eine grosse Anzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

Erfreuliche Abschlusszahlen

Dass dieses System funktioniert zeigen die Abschlusszahlen der Berufsbildung 2015.

Sekundarstufe II – berufliche Grundbildung

  • 63’366 Auszubildende erhielten ihr Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ
  • 5’917 Auszubildende erhielten ihr Eidgenössischer Berufsattest EBA
  • 13’988 Personen erhielten ein Berufsmaturitätszeugnis

Teritärstufe – höhere Berufsbildung

  • 8’483 Frauen und Männer erlangten ein Diplom an einer höheren Fachschule
  • 14’835 Frauen und Männer erlangten einen eidgenössischen Fachausweis

Das Berufsbildungssystem der Schweiz (Grafik: SBFI)

Ähnliche Beiträge

Mehr zum Thema

Gesellschaft Politik