Durch Outdoor-Erlebnisse die Ausdauer und Motivation fördern

Gepostet 07.09.2018, Gabriel Aeschbacher

Natursportliche Erlebnispädagogik als Inspirationsquelle für jedes Team. Wir sprechen mit Jens Kuster (36), der sagt, dass die Natur eine hervorragende Lehrmeisterin sei.

Teambildung in freier Natur schweisst jede Truppe zusammen!
Teambildung in freier Natur schweisst jede Truppe zusammen!

Jens Kuster, weshalb haben Sie sich zum Erlebnispädagogen ausbilden lassen?

Ich habe an meinem eigenen Leib und im Umgang mit Jugendlichen gespürt, dass Outdoor-Settings sich positiv auf die Persönlichkeit und das Team auswirken. Ich wollte lernen, unter welchen Umständen dies passiert und was die Gelingensbedingungen sind. Ausserdem habe ich in der Ausbildung meine Outdoor-Skills verbessert, was für einen positiven Aufenthalt in der Natur eine wichtige Voraussetzung ist.

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Welche Zielgruppen peilen Sie an? 

Ich bin für jedermann da, der draussen etwas unternehmen möchte - seien es Familien, Freunde, Teams oder Schulklassen. Oft steht dabei die Persönlichkeits- oder die Teamentwicklung im Vordergrund. Ich mache aber auch rein erlebnisorientierte Team- oder Familienausflüge.

Weshalb macht es Sinn, ins Teambuilding in freier Natur zu investieren? 

Die Natur ist eine hervorragende Lehrmeisterin. Sie liefert ehrliches, direktes, unverfälschtes Feedback über dein Verhalten. In Teams kommen Ressourcen anschaulich zum Vorschein und Jugendliche erleben Selbstwirksamkeit aus erster Hand. Die Herausforderungen im Outdoor sind echt und können nur im Kollektiv gelöst werden. Es wird Kooperation verlangt. Je nach Zielsetzung, arbeite ich oft mit Metaphern, welche sich in den Alltag übertragen lassen. In einem komplett neuen Umfeld lassen sich ausserdem einfacher neue Verhaltensmuster zeigen als im angestammten Setting. Durch gezielte Methoden versuchen wir, diese in den Alltag zu transferieren.

Welche Aktivitäten, die Sie anbieten, eignen sich besonders für "Einsteiger"? 

Oft haben die einfachsten und unspektakulärsten Settings (Trekking) den grössten Effekt und bringen die meisten Teilnehmenden bereits aus der Komfortzone. Im Sommer bin ich meist mit Kanus auf einfachen Gewässern unterwegs, was sehr gut ankommt. Im Winter verbinden wir Schneeschuhwanderungen mit Iglubau oder einem Fondue in einer Schneearena.

Aus- und Weiterbildungen im erlebnispädagogischen Bereich sind in der Regel modulartig aufgebaut, beinhalten Projekttage und münden in ein Zertifikat mit geschütztem Titel. Als Zielgruppe eigenen sich Fachpersonen aus Schule, Sozialpädagogik, Sozialarbeit oder soziokultureller Animation. Jens Kuster hat sich bei planoalto.ch weitergebildet. 

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