ZHAW Departement Soziale Arbeit

WBK Einstieg in die stationäre Arbeit mit dissozialen J.

Anbieter

ZHAW Departement Soziale Arbeit

Start

17.11.2021

Dauer

6 oder 7 Unterrichtstage

Ort

ZHAW, Departement Soziale Arbeit, Lagerstrasse 41, 8004 Zürich, 8004 Zürich

Abschluss

Kein Abschluss

Anmeldeschluss

15.10.2021


Hinweis zum Datenschutz

Nach Abschluss der Ausbildung haben Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen erst wenig Praxiserfahrung. In ihrer Arbeit in den Jugendheimen sind sie jedoch bereits von Beginn an mit herausforderndem Klientel in potenziell eskalativen Situationen konfrontiert. Sich in diesem schwierigen Handlungsfeld der eigenen Wirkung bewusst zu sein und die professionelle Haltung zu fundieren, bedingt eine Auseinandersetzung mit Theorien zum Umgang mit Macht und Ohnmacht, mit der Persönlichkeitsentwicklung im Jugendalter, mit eigenen Werten und Einstellungen wie auch mit den Leitbildern der jeweiligen Institution.

Zielpublikum:

Angesprochen sind Fachleute der Sozialen Arbeit und verwandter Disziplinen mit noch wenig beruflicher Erfahrung im Jugendheimbereich, die ihre Kompetenzen im Umgang mit der herausfordernden Klientel erweitern und vertiefen wollen. Die Teilnehmenden sind ausschliesslich in der gesetzlichen stationären Hilfe für Jugendliche und junge Erwachsene tätig.

Ziele:

Dank des erworbenen Wissens und neuer Fertigkeiten sowie persönlicher Reflexion stärken die Teilnehmenden ihre Motivation und ihre Fachlichkeit für die Arbeit mit der schwierigen Klientel. Sie verbessern ihre Kompetenz und Selbstfürsorge, um pädagogische Aufgaben professionell und engagiert zu erfüllen.

  • Die Teilnehmenden verfügen über aktuelles Wissen für ihren pädagogischen Auftrag im Jugendheimbereich sowie zur Bewältigung von schwierigen, konfliktbehafteten Situationen und können dieses anwenden.
  • Sie sind sich ihres persönlichen Interventionsstils bewusst und nutzen Möglichkeiten diesen zu ergänzen.
  • Sie sind vertraut mit motivierenden und deeskalierenden Instrumenten und Modellen und können diese in der Praxis konkret anwenden.
  • Sie kennen ausgewählte Interventionsmethoden zur Erfüllung ihres professionellen Auftrags.
  • Sie werden angeregt, die im Kurs generierten Ideen in ihrem Arbeitsalltag umzusetzen.

 

Inhalt: Modul 1: Entwicklungspsychologie

Im ersten Modul geht es hauptsächlich um die Auswirkungen verschiedener Bedingungen auf die Entwicklung der Klientel, um die Folgen von Vernachlässigung und Gewalt sowie der Wechselwirkung zwischen kritischen Lebensereignissen und dem Entwicklungsstand.

Modul 2: Beziehungsgestaltung

Im zweiten Modul wird der professionelle Umgang mit der herausfordernden Klientel fokussiert. Aspekte wie Macht, Ohnmacht, professionelle Nähe, Distanz und Reaktanz werden aus der Perspektive der Klientel wie auch aus Sicht der eigenen professionellen Betroffenheit vertieft.

Modul 3: Eigene Haltung

Im dritten Modul stehen zur Festigung der professionellen Haltung die persönlichen Ressourcen und die eigene Intaktheit der Teilnehmenden im Vordergrund. Themen wie Wertehaltung, Resilienz, ein konstruktiver Umgang mit Emotionen und blinde Flecken werden bearbeitet. Die Wichtigkeit der eigenen Haltung innerhalb der institutionellen Grundhaltung wird reflektiert.

Zusatzmodul: Feedbackgespräch

In einem zweistündigen Gespräch, an dem der/die Teilnehmende und der/die direkte Vorgesetzte teilhaben, sollen die Stärken und die Entwicklungsfelder der Teilnehmenden aufgezeigt und mögliche Fördermassnahmen erläutert werden. Der Rückfluss des Vermittelten und Gelernten in die Institution wird damit gewährleistet.

Kontakt

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