Was ist, wenn mein Lebenslauf Lücken hat?

Gepostet 28.09.2018, Martina Schuler

Personalverantwortliche sind trainiert im Aufspüren von Lücken im Lebenslauf. Wie schafft man es, eine allfällige Lücke, sei sie nun selbst verschuldet oder nicht, ins rechte Licht zu rücken? Wir helfen dir weiter!

Gehe offen und ehrlich mit den Lücken in deinem Lebenslauf um. (©unsplash)
Gehe offen und ehrlich mit den Lücken in deinem Lebenslauf um. (©unsplash)

Nur noch den Lebenslauf auf den neuesten Stand bringen, dann ist deine Bewerbung komplett. Doch wie sollen die letzten vier Monate, in denen du jetzt schon einen neuen Job suchst, umschrieben werden?

Die folgenden Ideen und Tipps zeigen dir, wie dein Lebenslauf nicht nur lückenlos daherkommt, sondern dich auch noch interessanter macht. Denn schliesslich bist du ein aktiver Menschen, vielseitig interessiert und soziale Verantwortung tragend.

Was sind Lücken im Lebenslauf?

Ab wann spricht man eigentlich von einer Lücke im Lebenslauf? Als Faustformel gilt, dass alles, was über den Zeitraum von ein bis zwei Monaten hinaus geht und nicht erwähnt wird, eine veritable Lücke ist. Deshalb braucht es eine sinnvolle Erklärung, wenn du die besagte Zeit weder mit einer dauerhaften Beschäftigung, einer Berufsausbildung, beziehungsweise Studium, einer Weiterbildung oder einem Praktikum füllen kannst.

Lücken mit glaubwürdigen Fakten klug erklären

Wie entstehen Lücken in deinem Lebenslauf? Wenn du zum Beispiel

  • das Studienfach wechseln willst und auf einen freien Platz warten musst
  • nach der Ausbildung mit dem Berufseinstieg Mühe hast
  • eine Auszeit nimmst oder auf Reisen gehst
  • längere Zeit krank wirst oder jemand aus deinem familiären Umfeld deine Pflege benötigt
  • deine Aufmerksamkeit vollumfänglich deinen Kindern schenkst
  • selbst- oder unverschuldet arbeitslos bist

Und genau diese musst du nun richtig und ehrlich verkaufen. Denn Lücken sind okay – Lügen hingegen nicht. Allgemein solltest du solche Lebensabschnitte wenn möglich mit Praktika oder einer allfälligen Weiterbildung ausfüllen. Wenn das nicht möglich ist, solltest du den Nachweis erbringen, dass du dich zumindest up-to-date gehalten hast.

Wenn dir beim letzten Arbeitgeber unverschuldet gekündigt wurde, nenne den Grund (zum Beispiel Stellenabbau oder Konkurs). Und wenn die Kündigung selbstverschuldet ist, solltest du dies als Fakt erwähnen, aber nicht erklären oder begründen. Achte dabei auf die Formulierung und schiebe die Schuld nicht auf andere – auch wenn es so ist. Das rückt im Endeffekt nur dich ins schlechte Licht.

Anhaltende Arbeitslosigkeit sinnvoll nutzen

Wenn du schon länger arbeitslos bist, solltest du kreativ werden. Das fängt bei der Formulierung an. Schreibe in der Bewerbung „arbeitssuchend“ statt „arbeitslos“ und erwähne dein angestrebtes Ziel. Ergreife gleichzeitig Massnahmen und eigne dir Fertigkeiten wie zum Beispiel Bloggen, Social Media Marketing oder HTML an. Zeige soziales Engagement oder absolviere ein Kompetenzen stärkendes Praktikum. All dies zeigt, dass du dich aktiv um eine neue Beschäftigung bemühst.

Lebenslauf individuell gestalten

Hebe in deiner Bewerbung Aktivitäten hervor, die genau auf die Anforderungen der aktuellen Stellenanzeige passen und verzichte auf andere, die dazu nicht relevant sind. Du kannst deine Tätigkeiten chronologisch oder amerikanisch mit der letzten Stelle zuerst auflisten. Wähle das Layout am besten so, dass Positives zuerst steht. Die Muster-Vorlagen zeigen dir diverse Varianten auf.

Fazit

Lücken im Lebenslauf sind nur selten ein wirkliches Ausschlusskriterium. Entscheidend ist, dass du mit offenen Karten spielst und gute, ehrliche Erklärungen dazu stellst. Zeige auch, dass du dich engagierst und dich der Situation stellst.

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