Unternehmerisches Denken ist gefragt

Gepostet 14.02.2019, Martina Schuler

Die Zeiten, als jeder und jede einsam seine Arbeit am Schreibtisch erledigte, sind definitiv vorbei. Heute ist es üblich, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Denn wer einen ganzheitlichen Blick auf die Firma hat und weiss, weshalb er oder sie etwas tut, kann das Potenzial optimal nutzen, sich stetig weiter entwickeln und somit auch zum Erfolg der Firma beitragen. Wie eignet man sich solch unternehmerisches Denken an?

Wer unternehmerisch denkt, muss die Richtung kennen, stets das Ziel im Auge behalten und die Kosten im Griff haben. (© Repina Valeriya / Fotolia)
Wer unternehmerisch denkt, muss die Richtung kennen, stets das Ziel im Auge behalten und die Kosten im Griff haben. (© Repina Valeriya / Fotolia)

Eine Führungskraft ist sich meist gewohnt, ihre Tätigkeit so effektiv wie möglich zu organisieren und nach den Interessen der Firma auszurichten. Das bedeutet, die Strategie ist im Auge zu behalten, die Prioritäten richtig zu setzen und – ganz wichtig – Aufgaben an die Mitarbeiter zu delegieren.

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Unternehmerisches Denken auf allen Stufen

Erfolgreiches unternehmerisches Denken und Handeln kann man auch ohne Führungsfunktion lernen und in den Arbeitsalltag integrieren. Hier ein paar Tipps dazu:

  1. Strategie verstehen
    Wer die relevanten strategischen Zusammenhänge des Unternehmens versteht und einen guten Eindruck des „big picture“ hat, ist schon mal auf einem guten Kurs.
     
  2. Stärken erkennen
    Jeder und jede kann etwas gut. Es gilt, diese individuellen Stärken zu erkennen und zu prüfen, was sich daraus entwickeln lässt, damit jeder und jede optimal eingesetzt werden kann.
     
  3. Chancen sehen
    Wer in Chancen und nicht in Risiken denkt, kann viel erreichen. Unternehmerisches Denken beinhaltet auch, die gebotenen Freiräume optimal zu nutzen, indem man motiviert und engagiert zur Arbeit geht.
     
  4. Verantwortung übernehmen
    Das Unternehmen muss die bewusste Entscheidung treffen, die eigenen Mitarbeiter zunehmend die Entscheidungen selbst treffen zu lassen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu vertrauen. Denn je mehr sich ein Mitarbeiter als Urheber einer Idee sieht, umso eher wird er auch bereit sein, Verantwortung für die eigene Idee beziehungsweise das eigene Projekt zu übernehmen.
     
  5. Kommunikation pflegen
    Wenn möglich sollte man eine schnelle, spontane und transparente Kommunikation pflegen. Das vereinfacht die Wege und hält sie effizient. Am besten gelingt das, wenn Vorgesetzte dies vorleben und so mit gutem Beispiel vorangehen.
     
  6. Erfolge teilen
    Durch das Teilen der erzielten Erfolge mit anderen wird einerseits die Leistung gewürdigt. Ebenso schafft es Anreiz für andere, denen Anerkennung sehr wichtig ist, sich ebenso zu verhalten.
     
  7. Belohnung erhalten
    Mitarbeiter, die mitdenken, Verantwortung übernehmen und die Kosten im Blick haben, sind Gold wert. Schön, wenn dieses Engagement auch finanziell via Bonus oder ergebnisorientierten Anreizen wertgeschätzt wird. Damit werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Unternehmern im Unternehmen gemacht.

Um sich nicht zu überfordern, sollte man immer auch das Pareto-Prinzip im Kopf haben. Dieses Prinzip besagt, dass man 80% des Ergebnisses mit 20% Aufwand erzielt. Will heissen, dass im besten Fall mit weniger Aufwand mehr erreicht werden kann.

So kann jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiterin lernen, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Das erhöht gleichzeitig auch die gegenseitige Wertschätzung im Unternehmen. Und wenn die Firma erfolgreich ist, brauchen Sie vielleicht auch schon bald eine grössere Lohntüte.

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