Neue Technologie für Klettersport entwickelt

Gepostet 24.08.2016, Ronny Arnold

Im September 2016 startet in der Kletterhalle Aranea+ in Schaffhausen die „Climbing Challenge“. Dank einer neuen Technologie, mitentwickelt von der ZHAW, werden die absolvierten Kletterrouten registriert und ausgewertet. Das garantiert spannende Wettkämpfe!

Der Badge am Handgelenk übermittelt Radiowellen, womit die genaue Position der Kletterin ausgemacht werden kann. (© ZHAW / ZVG)
Der Badge am Handgelenk übermittelt Radiowellen, womit die genaue Position der Kletterin ausgemacht werden kann. (© ZHAW / ZVG)

Im Sommer 2015 suchte Pascal Parodi, Geschäftsführer der Kletterhalle Aranea+ in Schaffhausen, einen Partner für die Ausarbeitung eines neuen Klettersport-Angebots. Deshalb kontaktierte Parodi den Leiter der Fachstelle für Informationssysteme von der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Alexandre de Spindler, und sein Forschungsteam. Die Fachstelle war sofort interessiert und begann mit den Forschungsarbeiten. Bald einmal fiel der Entscheid auf die RFID-Technologie (Radio-frequency Identification). Diese Lösung übermittelt via Radiowellen die genaue Position des mit einem Badge ausgerüsteten Kletterers.

Mit Prototyp gestartet

Zu Beginn war unklar, ob es auch gelingt, die Technologie mit der entsprechenden Software zu verknüpfen. Doch ZHAW-Projektleiter Adrian Moser und sein Forschungsteam bauten zuerst einen Prototyp, der aufgrund ausgiebiger Tests als Grundlage zur Weiterentwicklung diente. Für die Produktion dieser Geräte fand die Zürcher Hochschule in der SPORTident GmbH aus Deutschland einen erfahrenen Partner.

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Nach den erfolgreichen, finalen Tests in diesem Sommer steht einem Einsatz in der Kletterhalle nichts mehr im Weg. So ist die Kletterhalle in Schaffhausen ab September mit der entsprechenden Technologie ausgerüstet.

Es warten interessante Wettkämpfe

Die RFID-Technologie ermöglicht nicht nur das Aufzeichnen der eigenen Leistung, sondern auch Vergleiche mit anderen Kletterinnen und Kletterer. Schon bald können sich Teams in der sogenannten „Climbing Challenge“ untereinander messen. Nach absolvierter Klettertour gibt es für die Kletterer ausserdem die Möglichkeit, sich in einer digitalen Rangliste über einen beliebigen Zeitraum mit anderen Sportsfreunden zu vergleichen.

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