Das Auslandsjahr als Reifejahr

Gepostet 18.05.2022, Gabriel Aeschbacher

Lars wird im Herbst 17 Jahre jung, ist derzeit in Eastbourne und freut sich nun auf die Lehre.

Lars Stauffer macht bis zum Lehrbeginn ein Auslandsjahr. Foto: zVg
Lars Stauffer macht bis zum Lehrbeginn ein Auslandsjahr. Foto: zVg

«Im Sommer 2021 zu verreisen, war eine nicht so ganz einfache Geschichte, denn die Pandemie hatte dafür gesorgt, dass ich bis kurz davor nicht wusste, ob ich das Austauschjahr überhaupt erst antreten kann», verrät Lars Stauffer im Gespräch.

Karin Elliker, Marketing- und PR-Managerin von EF Schweiz, freut sich darüber, dass die Zeiten der Unsicherheit nun hoffentlich vorbei sind. «Das aktuelle Buchungsverhalten tendiert dahin, dass es zum einen kurzfristigere Reservationen für kürzere Aufenthalte gibt, zum anderen sehen wir eine Zunahme an Anmeldungen für Aufenthalte von einem halben Jahr oder länger.»

Empfohlene Angebote

Lars und seine Eltern planten den Aufenthalt im Süden Englands von langer Hand, denn der sympathische Zuger hatte zwar eine Lehrstelle in der Tasche, kann seine Ausbildung aber erst im Sommer 2022 beginnen. Somit war von Anfang an klar, dass es ein fokussiert schulisches Angebot sein sollte, denn seine Lehre wird Lars im Berufsmaturakurs in Angriff nehmen. Entsprechend intensiv präsentiert sich eine normale Schulwoche, welche aus
28 Lektionen besteht. «Morgens sind stets vier Lektionen Englisch angesagt», berichtet Lars, wogegen am Nachmittag Fächer wie Deutsch, Mathe oder auch Französisch auf dem Programm stünden. Das Wochenende ist frei, wobei die Schule diverse Aktivitäten organisiert. Ein Trip nach London zählt Lars denn auch zu den bisherigen Höhepunkten seines Jahres in England. «Natürlich hat sich auch mein Englisch verbessert», hebt der junge Mann
hervor. Wenn er im Frühsommer das «First Certificate» mit guten Noten besteht, dürfte er sich an der Berufsschule sogar vom Englisch-Unterricht dispensieren lassen. Wichtig sei für ihn aber auch die persönliche Entwicklung gewesen, sagt Lars, der von sich sagt, dass er nun viel selbstständiger geworden sei. «Wenn du ein Problem hast, musst du dieses primär selber lösen», erläutert er.

Der 16-Jährige ist dankbar, dass ihm seine Eltern ein Austauschjahr ermöglicht haben. «Nach England würde ich jederzeit wieder gehen, auch der tollen Gastfamilie wegen», zieht Lars bereits heute schon eine positive Bilanz seines bald zu Ende gehenden Abenteuers.

So gelingt dein Jahr im Ausland

  • Studiere Destinationen und Schulangebote genau
  • Wähle deine Gastfamilie sorgfältig aus
  • Definiere klare Ziele für die Dauer deines Sprachaufenthalts
  • Unterhalte dich mit ehemaligen Austausch-Studierenden
  • Überlege dir, welche Anschlusslösung es für dich nach dem Austausch gibt
  • Sei offen für Neues und bereit, deinen Horizont zu erweitern
  • Brich aus der Komfortzone aus und knüpfe neue Kontakte vor Ort
  • Stimme dich mit Schulbüchern, Literatur oder einer Netflix-Serie auf deinen Sprachaufenthalt ein
  • Beachte die administrativen Hürden wie Einreisebestimmungen oder Versicherungen

Die aktuellen Trenddestinationen
Gemäss Karin Elliker stehen Städte in den USA (Honolulu, Miami Beach, San Diego, Los Angeles), Costa Rica, aber auch London oder Brighton hoch im Kurs. Ab Anfang 2023 dürfe auch Australien wieder ein grosses Thema sein. «Die Nachfrage nach Sprachaufenthalten hat in den letzten Monaten wieder stark zugenommen, was unter anderem mit den Lockerungen im Ausland zu tun hat», ergänzt die Marketing- und PR-Managerin von EF Schweiz. 

Ähnliche Beiträge

Unsere aktuellsten Beiträge
Systemtechnik und Automation schaffen Perspektiven: Absolvierende sind gefragt. Foto: HFT Schaffhausen

Auf der richtigen Seite der Zukunft

In der Industrie der Zukunft spielen Roboter und automatisierte Systeme eine zentrale Rolle. Der Wandel ist in vollem Gang und viele industrielle Tätigkeiten werden künftig von Maschinen ausgeführt. Es entstehen gleichzeitig aber auch hervorragende berufliche Perspektiven für qualifizierte Fachleute, beispielsweise in Systemtechnik und Automation.

21. Juni Othmar Bertolosi
Schlechte Gewohnheiten, wie regelmässig ohne wirklichen Grund auf das Smartphone zu schauen, kann man sich abgewöhnen. Foto: Adobe Stock

Wie Sie schlechte Gewohnheiten loswerden

Sie sind unser persönlicher Autopilot: Gewohnheiten. Wenn es jedoch darum geht, schlechte Verhaltensweisen abzulegen, stehen sie uns oft im Weg. Die gute Nachricht: Das lässt sich ändern!

14. Juni getAbstract
Ein Praktikum dient dazu, Erfahrungen im Geschäftsalltag zu sammeln und sich in der Berufswelt zu behaupten. (© comzeal / Adobe Stock)

Praktikum – was ist zu beachten?

Junge Leute wissen meist, wovon beim Stichwort Praktikum die Rede ist. Direkt nach der Ausbildung einen festen Job zu haben, ist längst nicht mehr die Regel. Oft gilt es erst ein Praktikum zu absolvieren, um im gewünschten Beruf Fuss zu fassen.

3. Juni Martina Schuler