Welche Studiengänge sind besonders gefragt im Finanzwesen?

Gepostet 24.01.2018, John Dubacher

Eine oft gestellte Frage. Denn heute sind nicht nur Studierende der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, sondern auch aus anderen Studienrichtungen gefragt. Welche sind das?

Unser Berufs-, Studien- und Laufbahnberater John Dubacher weiss Rat. (© Linda Zurfluh)
Unser Berufs-, Studien- und Laufbahnberater John Dubacher weiss Rat. (© Linda Zurfluh)

Der Schweizer Finanzplatz setzt sich aus knapp 300 Banken / Finanzinstituten zusammen. Neben den beiden Grossbanken gibt es 24 Kantonalbanken, über 100 ausländische Banken sowie eine Vielzahl Vermögensverwaltungsbanken, Regionalbanken und Privatbanken. Der Finanzsektor selber erwirtschaftet einen beachtlichen Teil der Schweizer Wirtschaftsleistung. Über CHF 60 Milliarden oder jeder neunte Franken wurden in den letzten Jahren im Finanzsektor erarbeitet. Dafür beschäftigte der Finanzsektor rund 250‘000 Personen d.h. rund 5% aller Erwerbstätigen der Schweiz.

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Die aktuellen Herausforderungen des Schweizer Finanzplatzes sind die erhöhten Anforderungen neuer Regulierungen wie etwa die Sicherstellung der Steuertransparenz und der automatische Informationsaustausch sowie der technologische Wandel. Seit der Finanzkrise 2008 / 2009 ist in diesen Bereichen vieles im Umbruch. Zudem werden steuerliche Standortvorteile in Zukunft in ihrer Bedeutung abnehmen. Es gilt, die bisherige Erfolgsformel von Vertrauen, Innovationskraft und Fachkompetenz weiter auszubauen.

Banken / Finanzinstitute sind wichtige Arbeitgeber für angehende AkademikerInnen. Die beiden Grossbanken stellen alleine jährlich rund 500 HochschulabsolventInnen ein. Nicht nur HochschulabsolventInnen im Bereich der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, sondern auch AbgängerInnen anderer Studienrichtungen wie Informatik, Mathematik, angewandte Psychologie und Kommunikation sind hier gefragt.

John Dubacher ist Berufs-, Studien- und Laufbahnberater und Lehrer an der Kantonalen Mittelschule Uri.

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