Tools zum Kindesschutz entwickelt

Gepostet 23.10.2015, Myriam Arnold

Im Kindes- und Erwachsenenschutz wird der Abklärungsprozess dank zwei webbasierten Tools systematisiert. Deren Entwicklung erfolgte durch die Hochschule Luzern und die Berner Fachhochschule. Derzeit laufen Tests in der Praxis.

Im Kindes- und Erwachsenenschutz sollen zwei neue Tools den Abklärungsprozess vereinheitlichen. (© Joanna Wnuk / Fotolia.com)
Im Kindes- und Erwachsenenschutz sollen zwei neue Tools den Abklärungsprozess vereinheitlichen. (© Joanna Wnuk / Fotolia.com)

Forscher der Hochschule Luzern und der Berner Fachhochschule haben zwei webbasierte Tools entwickelt, um Abklärungsprozesse im Kindes- und Erwachsenenschutz zu standardisieren. Diese Instrumente sollen Fachpersonen aus dem Bereich der Sozialarbeit Schritt für Schritt durch die Abklärung führen. Die Tools beruhen auf gesicherten Forschungsergebnissen und schliessen die gesetzlichen Grundlagen der Schweiz mit ein. Sie überprüfen die Situation, analysieren den Handlungsbedarf und stellen geeignete Massnahmen zusammen. Letzteres sei eine Besonderheit der Tools und dem Forschungsteam sehr wichtig gewesen, lässt sich Co-Projektleiter Dr. Andreas Jud vom Institut Sozialarbeit und Recht der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit in der gleichnamigen Publikation zitieren.

Tools gegen Fehlerrisiko

Die neuartigen Tools sollen die Abklärung von Kindes- und Erwachsenenwohlgefährdung systematisieren und die Beurteilungskriterien vereinheitlichen. Des Weiteren könnten die Instrumente in Zukunft gewährleisten, dass während Abklärungsprozessen keine elementaren Punkte vergessen gingen, sagt Jud. So sinke das Risiko, dass grobe Fehler begangen würden. Gemäss Schweizerische Depeschenagentur AG (sda) testen verschiedene Organisationen zurzeit die beiden Tools.

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