Jokertage für Zürcher Kantis

Gepostet 02.11.2015, Myriam Arnold

Der politische Einsatz von Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Zürcher Unterland zahlt sich aus: Ihre Einzelinitiative für Jokertage am Gymnasium wurde vom Kantonsrat vorläufig angenommen.

Kanti-Schüler aus Zürich kämpfen auf politischer Ebene für Jokertage. (© Stockmotion / Fotolia)
Kanti-Schüler aus Zürich kämpfen auf politischer Ebene für Jokertage. (© Stockmotion / Fotolia)

Seit acht Jahren gibt es an den Volksschulen im Kanton Zürich Jokertage. Das heisst, dass pro Jahr Schülerinnen und Schüler dem Unterricht für zwei Tage fernbleiben können, ohne dies begründen zu müssen. An Tagen, an welchen Examen oder besondere Veranstaltungen anstehen, dürfen die Jokertage jedoch nicht eingezogen werden. An Zürcher Gymnasium existiert diese Regel hingegen nicht. Deshalb haben sich 14 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Zürcher Unterland auf politischer Ebene dafür stark gemacht, dass auch sie in den Genuss dieser Möglichkeit kommen. Mit Erfolg: Am 26. Oktober 2015 hat ihre Einzelinitiative im Kantonsrat die erste Hürde genommen, wie der Tages-Anzeiger berichtet. Der Rat diskutierte das Begehren kontrovers und unterstützte es zum Schluss mit 108 Stimmen vorläufig. Nun nimmt sich der Regierungsrat der Initiative an, danach berät der Kantonsrat über eine definitive Unterstützung. Bei einem Ja kommt die Initiative vors Volk.

Was ist eine Einzelinitiative?

Im Kanton Zürich können nicht nur Volksinitiativen und Behördeninitiativen eingereicht werden, sondern auch Einzelinitiativen. Initiant beziehungsweise Initiantin ist dabei eine einzelne stimmberechtigte Person. Sofern 60 Mitglieder des Kantonsrates diese Initiative vorläufig unterstützen, wird sie dem Regierungsrat zu Bericht und Antrag überwiesen. (Quelle: Verfassung Kanton Zürich)

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