CO₂-Cubes machen die tägliche Umweltbelastung fassbar

Gepostet 26.11.2021, Bildung Schweiz

Wir wissen alle, dass sich unser Lebensstil negativ auf die CO₂-Belastung auswirkt. Jedoch sind CO₂-Fakten oft nur Zahlen, die wir uns nicht konkret vorstellen können. Das Projekt CO₂-Cubes wurde speziell für die Primarschule entwickelt und soll dies ändern.

Eine Reise nach Berlin per Zug anstatt mit dem Flugzeug spart 235 Würfel. Bild: zVg
Eine Reise nach Berlin per Zug anstatt mit dem Flugzeug spart 235 Würfel. Bild: zVg

Jeder Würfel stellt ein Kilogramm CO₂ dar. Sie haben eine Kantenlänge von 79 cm, sind bunt, hüpfburgartig und unter anderem zum Spielen auf dem Pausenplatz oder im Schulzimmer gedacht. Die CO₂-Cubes sind aber viel mehr als nur ein gewöhnliches Spielzeug. Mit den CO₂-Cubes soll die Bildung über den Klimawandel fassbarer und verständlicher zu machen. Denn für uns Menschen und vor allem für Kinder ist es sehr schwierig vorzustellen, welche Auswirkungen eigene Handlungen auf das Klima haben. 

CO₂-Cubes sollen in Kooperation mit Schulen entwickelt werden. Schulen mieten Würfel plus Unterrichtsmaterial sodass Lehrpersonen direkt loslegen können. Die Lehrpersonen bezahlen einen symbolischen Mietpreis für die Würfel. CO₂-Cubes stützen sich auf den Lehrplan 21 und können in den Fächern Natur, Mensch und Gesellschaft, Mathematik, Bewegung und Sport, sowie Bildung für Nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden, mit Fokus auf «bewegtes Lernen».

 

In den vorgeplanten Unterrichtseinheiten wird das Klima, Umweltschutz und unser Einfluss etappenweise behandelt. Die konkrete CO₂-Belastung von verschiedenen Tätigkeiten wird in eine klar vorstellbare Auswirkung – nämlich in die CO₂-Cubes – verpackt. Beispielsweise entsprechen 20 Chicken McNuggets einer Belastung eines CO₂-Cubes. Oder einen Monat vegetarisch essen spart 40 Würfel.

Mit diesen Vergleichen werden die Schülerinnen und Schüler sowie deren Umfeld über die Problematik des Klimas abgeholt. Spielerisch lernen sie, was der Klimawandel ist und wie jeder / jede Einzelne dazu beiträgt. Natürlich werden den Schülerinnen und Schülern einfache CO₂-Spar-Tipps mitgegeben.

Die Köpfe hinter dem Projekt sind Tinus, Andrea, Nina und Andi. «Schüler*innen sind die Stimmbürger*innen von morgen. Sie tragen die politischen Ziele mit, um möglichst schnell klimaneutral zu werden», schreiben die vier. Das Projekt CO₂-Cubes ist eines von insgesamt 33 Klimaschutz-Projekten beim Clima Now Wettbewerb. Mehr über die weiteren Projekte gibt es hier.

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