Berufsmatura: Ein Sprungbrett für die Karriere

Gepostet 03.09.2021, Ronny Arnold

Die Berufsmatura ist für immer mehr Personen das Ticket zur Fachhochschule. Wir bieten einen Überblick.

Bei Academic Gateway hat Mitte August das erste Schuljahr in den neuen Räumichkeiten gestartet. Bild: zvg
Bei Academic Gateway hat Mitte August das erste Schuljahr in den neuen Räumichkeiten gestartet. Bild: zvg

Waren es im Jahr 2000/2001 noch 3215 Personen, welche die Berufsmatura absolviert haben, sind es letztes Schuljahr bereits 9922 Personen gewesen. Somit hat sich in den letzten 20 Jahren die Anzahl Absolventen verdreifacht. Was sind die Gründe, dass die Berufsmatura so boomt? Für Fabrizio Fuchs, Geschäftsführer und Schulleiter von Academic Gateway, liegt dies auf der Hand: «Ohne BMS, oder natürlich Matura, ist der Zugang zu Fachhochschulen oder gar Universitäten nicht möglich. Die BMS baut auf eine abgeschlossene Berufsausbildung auf – ein Vorteil, der klassischen Gymnasiasten fehlt.» Fachhochschulen erfreuen sich einer sehr grossen Nachfrage, da ist es kein Wunder, dass das «Ticket» dazu auch immer begehrter wird. 

Empfohlene Angebote

Die Berufsmatura richtet sich primär an Inhaber des Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ). «Wir machen aber mit jedem Bewerber für die BMS noch eine Standortbestimmung. So stellen wir sicher, dass er auch für dieses Lehrangebot geeignet ist», erklärt Fabrizio Fuchs. Die Berufsmatura kann in verschiedenen Modellen absolviert werden. Zur Auswahl stehen Vollzeit (2 Semester) oder berufsbegleitend (4 Semester). Da die Schülerinnen und Schüler oft völlig unterschiedliche Berufslehren abgeschlossen haben, gibt es bei der BMS verschiedene Fachrichtungen. Sie unterscheiden sich in den unterschiedlichen Schwerpunktfächern.

Fachrichtungen BMS

  • Technik, Architektur und Life Sciences
  • Natur, Landschaft und 
  • Lebensmittel
  • Wirtschaft und Dienstleistungen
  • Gestaltung und Kunst
  • Gesundheit und Soziales

Je nach Schule ist auch eine Aufnahmeprüfung nötig. Dafür vorbereiten können sich die Lernenden in BM-Vorkursen, die meistens ein Semester dauern und das notwendige Grundwissen in verschiedenen Bereichen auffrischen. Nach erfolgreichem Abschluss haben Absolventen Zugang zu allen Schweizer Fachhochschulen, in Verbindung mit der Passerelle grundsätzlich auch zu den Hochschulen.

Innovative Lernmodelle sind auch für die Berufsmatura immer wichtiger geworden. So ist beispielsweiser hybrider Unterricht bei Academic Gateway die Norm, klassischer Präsenzunterricht wird mit digitalen Lehr- und Lernmethoden verbunden. Alle Kurse stehen aber auch rein online zur Verfügung. Dabei ist der Unterricht adäquat; also Online-Fernunterricht, der klassischem Präsenzunterricht faktisch gleich. So kann der Schüler selbst entscheiden, ob er oder sie im realen Klassenzimmer vor Ort teilnimmt oder digital an einem Ort eigener Wahl lernt.

Ähnliche Beiträge

Unsere aktuellsten Beiträge
Systemtechnik und Automation schaffen Perspektiven: Absolvierende sind gefragt. Foto: HFT Schaffhausen

Auf der richtigen Seite der Zukunft

In der Industrie der Zukunft spielen Roboter und automatisierte Systeme eine zentrale Rolle. Der Wandel ist in vollem Gang und viele industrielle Tätigkeiten werden künftig von Maschinen ausgeführt. Es entstehen gleichzeitig aber auch hervorragende berufliche Perspektiven für qualifizierte Fachleute, beispielsweise in Systemtechnik und Automation.

21. Juni Othmar Bertolosi
Schlechte Gewohnheiten, wie regelmässig ohne wirklichen Grund auf das Smartphone zu schauen, kann man sich abgewöhnen. Foto: Adobe Stock

Wie Sie schlechte Gewohnheiten loswerden

Sie sind unser persönlicher Autopilot: Gewohnheiten. Wenn es jedoch darum geht, schlechte Verhaltensweisen abzulegen, stehen sie uns oft im Weg. Die gute Nachricht: Das lässt sich ändern!

14. Juni getAbstract
Ein Praktikum dient dazu, Erfahrungen im Geschäftsalltag zu sammeln und sich in der Berufswelt zu behaupten. (© comzeal / Adobe Stock)

Praktikum – was ist zu beachten?

Junge Leute wissen meist, wovon beim Stichwort Praktikum die Rede ist. Direkt nach der Ausbildung einen festen Job zu haben, ist längst nicht mehr die Regel. Oft gilt es erst ein Praktikum zu absolvieren, um im gewünschten Beruf Fuss zu fassen.

3. Juni Martina Schuler