Warum wir (nicht) fürs Alter sparen

Gepostet 08.03.2016, Myriam Arnold

Gemäss einer Studie der ZHAW kümmern sich über 40% der Deutschschweizer wenig oder gar nicht um die private, freiwillige Altersvorsorge. Das Sparen mittels 3. Säule wird auch mangels Vertrauen in die Branche beiseitegeschoben.

Nur rund 60% der Deutschschweizer kümmert sich um die private Altersvorsorge. (© PiotrMarcinski.com / Fotolia)
Nur rund 60% der Deutschschweizer kümmert sich um die private Altersvorsorge. (© PiotrMarcinski.com / Fotolia)

Im Auftrag des Zürcher Bankenverbands hat die School of Management and Law der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) das Entscheidungsverhalten in der privaten Altersvorsorge, der sogenannten 3. Säule, mittels repräsentativer Umfrage untersucht.

4 von 10 haben keine freiwillige Altersvorsorge

Die Umfrage hat ergeben, dass 58.5% der befragten Bevölkerung die definierte Absicht zur Altersvorsorge umsetzen. Die restlichen 41.5% der 1’004 Befragten enderledigen den Entscheidungsprozess nicht. Die Verfasser der Studie klassifizieren sie als Desinteressierte (5.6%), Orientierungslose (22.7%) und Zuwartende (13.2%).

Mit 3. Säule Steuern sparen motiviert

Der häufigste Grund, sich mit der privaten Altersvorsorge zu befassen, ist die Steuerersparnis mit 33%. Ein weiteres Motiv ist die Befürchtung, dass die staatliche Vorsorge (1. Säule) und die berufliche Vorsorge (2. Säule) nicht ausreichen werden, um im Alter den Lebensstandard aufrechterhalten zu können (29%).

Wenig Vertrauen in die Finanzbranche

Zu geringe finanzielle Ressourcen (55%), die Bewahrung der finanziellen Flexibilität (13%), der weite Planungshorizont (12%) sowie fehlendes Vertrauen in Banken und Versicherungen (5%) halten die Befragten davon ab, mittels 3. Säule zu sparen. Das Vertrauen in die 1. und 2. Säule ist bei 38.5% tief. Je jünger die Befragten sind, desto kritischer urteilen sie.

Download Studie und Handlungsempfehlungen.

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