Wer bietet in der Schweiz eine Weiterbildung Mediation an?

Gründe, die für eine Weiterbildung Mediation sprechen:

  • Sie verstehen es, sich in Situationen einzufühlen und behalten kühlen Kopf
  • Sie haben eine klare Vorgehensweise und setzen sich für eine gezielte Lösung ein
  • Sie können unterschiedliche Parteien in Konfliktsituationen an einen Tisch bringen und neutral vermitteln
  • Sie sind interessiert, Ihren Horizont zu erweitern

Das Mediationsverfahren ist eine Methode zur Lösung unterschiedlicher Konflikte. Als neutrale Personen stehen Mediatorinnen und Mediatoren den Konfliktparteien zur Seite. Wenn ein Gespräch zwischen Ihnen nicht mehr möglich scheint, ist eine klare Vorgehensweise zur gezielten Lösung des Streits gefragt. Der Prozess der Kommunikation zwischen den Personen wird vermittelt und durch die Mediation eigenständig vorangetrieben. Mediation wird in einer Vielzahl von Bereichen eingesetzt: Von häuslichen, schulischen bis beruflichen Konflikten.

Kooperationspartner
Partnerlogo 20 Minuten
Partnerlogo NZZ-Netz
Partnerlogo ALPHA der Kadermarkt der Schweiz
Partnerlogo Tagesanzeiger

Welche unterschiedlichen Anwendungsgebiete bestehen?

Wie bereits erwähnt, eröffnen sich die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche durch eine Weiterbildung in der Mediation. Einige Gründe und Auftrittsorte von Konflikten sind Scheidungen und Trennungen, Erbschaften, Schulen oder Jugendinstitutionen, Umwelt-und Planungssektoren sowie Ehe- und Familienangelegenheiten. Viele weitere sind vorhanden. Am sinnvollsten ist das Erlernen der Mediation allerdings am meisten für Führungspositionen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen, Verbände und Verwaltungen sowie Selbstständige. Diese Menschen geraten am häufigsten in Konfliktsituationen. Natürlich kann man sich auch zum Mediator fortbilden lassen, ohne eine dieser Positionen zu besitzen. In diesem Fall wird man zu einem Konflikt dazu gezogen werden und unabhängig von der eigenen Lage anderen Personen helfen. 

Die Weiterbildung in der Mediation richtet sich somit an alle Interessierten und auch an Einsteiger. Darüber hinaus können auch bereits erfahrene Mediatorinnen und Mediatoren an mehrtägigen Weiterbildungsseminaren teilnehmen. Es gibt ein vielseitiges Mediationsangebot, bei dem Kommunikations- und Konfliktkompetenzen erweitert und verbessert werden.

„Der Prozess der Kommunikation zwischen den Personen wird vermittelt und durch die Mediation eigenständig vorangetrieben.“

Wie gehe ich vor?

Die Weiterbildung Mediation findet grundsätzlich in aufgeteilten Seminarveranstaltungen statt. In diesen werden mit Teamwork in Gruppen unterschiedliche Aufgabenziele erfasst und hinterfragt. Die Projekte werden dann zusammen mit dem Gruppenleiter/Dozenten besprochen und analysiert. Als zertifizierter Mediator darf sich nur bezeichnen, wer eine dieser Ausbildungen zum zertifizierten Mediator vollständig abgeschlossen hat.

Was sind die Inhalte der Weiterbildung Mediation?

Die Gliederung der Weiterbildung Mediation variiert zwischen den anbietenden Institutionen, setzt sich aber immer aus mehreren Bestandteilen zusammen. Einige davon sind: 

  • Die Einführung in die Mediation: In dieser Phase erlernt der Auszubildende die wichtigsten Grundlagen. Ein eigenständiges Grundverständnis der Mediation und die erfolgreiche Lösung von Konflikten sind Hauptziele. Die Weiterbildung in der Mediation wird hier in einem Phasenmodell dargestellt. Darüber hinaus wird die Konflikttheorie vorgestellt und anhand dieser das eigene Konfliktverhalten reflektiert.
  • Kommunikation: Die zweite Phase der Weiterbildung beschäftigt sich mit unterschiedlichen Kommunikationsmodellen und zeigt auf, welche psychologischen Fakten sich hinter der Kommunikation verbergen. Die damit zusammenhängende Gesprächsführung einer Mediation wird simuliert. Daraufhin wird die Interessenklärung vorgestellt.
  • Konflikthaltung: In der nächsten Phase der Mediationsweiterbildung werden u.a. die gewaltfreie Kommunikation zwischen Konfliktparteien erarbeitet und systematische Interventionen vorgestellt.
  • Verhandlungssituationen: In der vierten Phase werden die unterschiedlichen Verhandlungstechniken vorgestellt. Konfliktpersonen haben oft die verschiedensten Blockaden, deren Umgang geübt wird. Schwierige Verhandlungphasen kommen oftmals hinzu und erschweren die Verhandlungstechniken von Mediatoren. Durch Bewertungsmethoden der Weiterbildung werden kreative Lösungsansätze erarbeitet.
  • Wirtschaft- und Arbeitsmediation: In diesem Bereich wird die Mediationsweiterbildung vertieft. Komplexe Fälle werden erörtert und eine professionelle Herangehensweise geschult. Der Umgang mit einer unterschiedlichen Anzahl an Parteien und mit unterschiedlichen Parteipersonen wird geübt. Diese können u.a. Führungskräfte oder Vorgesetzte sein. Ein wichtiger Bestandteil ist daher auch der Umgang mit Hierarchien und Machtverteilungen. Weitere zentrale Punkte sind die Supervision und Konfliktmanagementsysteme.
  • Mediatorenrolle: In der vorletzten Phase besprechen die angehenden Mediatoren das Selbstverständnis als Mediator.
  • Mediationsmarketing / Abschluss: Die letzte Phase geht nochmals auf die wirtschaftlichen Aspekte einer Mediation ein. Nach dem Besuch dieser Veranstaltung werden in Rollenspielen unterschiedliche Mediationsformen trainiert. Einige der Bereiche in denen die Weiterbildung ausübbar ist sind interkulturelle Konflikte, inner- und ausserbetriebliche Differenzen, Familiäre Konflikte oder Konfliktlösung im PR-Bereich. 

Anschliessend ist es möglich die Abschlussprüfung in der Mediationsweiterbildung zu absolvieren. Für diese erhält der Auszubildende daraufhin eine Bescheinigung.

Die Stufen der Mediationsweiterbildung sind nicht allgemein gültig, sondern stellen einen generellen Leitaufbau für die Weiterbildung dar.

Gibt es eine Einstufung?

Ebenfalls gibt es unterschiedliche Kurse an denen Interessierte teilnehmen können. Sie richten sich nach der bereits gesammelten Erfahrung. Es gibt Einführungskurse, Aufbaukurse, fortgeschrittenen Kurse, Vertiefungskurse, Erweiterungskurse sowie Kompetenzkurse. Individuelle Beratungen zur Einstufung Ihrer Kenntnisse im Bereich Weiterbildung Mediation sind möglich.

Die Kurse richten sich vor allem, aber nicht ausschliesslich, an Absolventen der Fachrichtungen Medizin, Wirtschaft, Recht, Erziehung, und Psychologie.

Was bringt die Weiterbildung Mediation in Zukunft?

Eine Weiterbildung in der Mediation bietet vielversprechende Zukunftsaussichten. Ihre Anwendungsbereiche schmälern sich nicht sondern weitern sich stets aus. Das Wirtschaftswachstum als Folge der Globalisierung führt zunehmend zu kulturellen sowie unternehmerischen Konflikten. Diese ist nur eine der vielen Branchen mit Potenzial für Mediatorinnen und Mediatoren.

So funktioniert Bildung-Schweiz.ch
  • 1Finden Sie einen passenden Anbieter oder Angebot
  • 2Lösen Sie unverbindlich eine Informationsanfrage aus, oder melden Sie sich direkt für ein Angebot an
  • 3Sie erhalten Informationen oder die Anmeldebestätigung direkt vom Anbieter
Haben Sie Anregungen oder Änderungswünsche? Bitte um Mitteilung an info@bildung-schweiz.ch. Besten Dank.