Wer bietet in der Schweiz einen Studiengang an?

Das vielfältige Angebot an Studienrichtungen zieht jährlich Wissbegierige von der ganzen Welt in die Schweiz, denn das Land ist für die Expertise in Sachen Weiterbildung und Studium bekannt. Ob Bachelor-, Master-, oder Doktoratsstudien: an den universitären Hochschulen, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen wird in unterschiedlichen Sprachen auf hohem Niveau weiter- und ausgebildet. Die Schweiz hebt sich dabei durch eine geringere Anzahl an Teilnehmern in den einzelnen Kursen und verstärkter Betreuung der Studierenden durch die Lehrpersonen von beispielsweise Österreich und Deutschland ab.

7 Gründe für einen Studiengang

  • je nach Studiengang erwirbt der Studierende facheinschlägiges theoretisch- fundiertes Wissen und praktische Kompetenz und kann sich gemäss seinen Interessen spezialisieren
  • neben fachbezogenen Kompetenzen werden Fähigkeiten gefördert, die im weiteren Berufsleben an Relevanz gewinnen, wie die Kompetenz des wissenschaftlichen Arbeitens, Methoden des Forschens, Präsentierens und Kommunizierens
  • der Studierende entwickelt sich persönlich weiter und lernt sich, seine Talente und Interessen kennen
  • im Zuge des Studiums können Kontakte geknüpft werden, die die Suche auf dem Arbeitsmarkt erleichtern
  • nach dem abgeschlossenen Studiengang ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung
  • das durchschnittliche Gehalt von Hochschulabsolventen liegt deutlich über dem von Personen in Lehrberufen
  • die Studienzeit wird von vielen als prägende, unvergessliche Zeit beschrieben, in der man Freundschaften fürs Leben schloss und sich einen Lebensstil zurechtlegte, den man in dieser Form im Berufsleben nicht mehr aufrechterhalten konnte. Stichwort: Student-life.

Was ist ein Studiengang?

Die Auswahl an belegbaren Studiengängen, auch Studienrichtungen oder Studienfächer genannt, ist immens. Nicht selten wechseln Studierende nach einem oder mehreren Semestern den Studiengang, weil sie Erkenntnis darüber gewonnen haben, dass der belegte Studiengang nicht ihren Erwartungen entspricht, oder sie sich erst nach und nach über ihre beruflichen Wünsche klar geworden sind. Das ist nicht verwunderlich, denn als junger Mensch steht man heute vor einer immensen Fülle von Studiengängen, von denen zunächst viele interessant und vielversprechend klingen. Der Begriff der Studienrichtung impliziert aber bereits, dass das Studium einen sehr konkreten Plan verfolgt, das sogenannte Curriculum. Glücklicherweise wird die Vorauswahl für mögliche Studiengänge dadurch erleichtert, dass sich die Lehrgänge gruppieren lassen. Die erste Entscheidung, ob man einen Beruf im naturwissenschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen oder künstlerischen Bereich anstreben möchte, grenzt die auf das Studium bereits etwas ein. Im nächsten Schritt kann dann ein Blick in den Lehrplan des angeführten Studienganges Aufschluss darüber geben, welcher Studiengang sich am meisten mit den eigenen Interessen deckt. Dabei ist zu beachten, dass derselbe Studiengang an verschiedenen Standorten unterschiedliche Schwerpunkte setzen kann. Abgesehen davon gilt es zu berücksichtigen, dass sich die Lehre an den spezifischen Hochschultypen unterscheiden.

Während Universitäten den Fokus auf theoretisches Wissen legen, aber kein bestimmtes Berufsbild angestrebt wird, bilden Fachhochschulen für konkrete Berufe aus. Die Pädagogischen Hochschulen bieten Ausbildungen für die Lehrtätigkeit von der Volkschule bis zur Sekundarstufe und im Sonderschulbereich. Wer also mit dem Studiengang eine konkrete Berufsbezeichnung erwerben möchte, wendet sich am besten an eine FH oder PH. Dort ist dementsprechend auch der Praxisanteil höher, als an der Universität, deren Lehrgänge Kompetenzen für ein breiteres, aber unspezifischeres Berufsfeld vermitteln.

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Welche Studienangebote gibt es in der Schweiz?

Ein Blick auf die Homepages der Schweizer Hochschulen macht deutlich, dass es unzählige, zum Teil stark spezialisierte Studienrichtungen, neben solchen mit breiteren Auslegungen gibt. Abgesehen von besonders beliebten und allseits bekannten Studiengängen wie Jus, Medizin, BWL, Pharmazie, Sprachstudien und Design- Studien auf der einen Seite, sowie dem Lehramt und sozialen Therapieberufen wie Ergotherapeut und Diätologe auf der anderen Seite, gibt es eine Vielzahl an wenig bekannten Studienrichtungen. Einige davon sind aufgrund ihrer Spezifität wenig bekannt und zeichnen sich dadurch aus, dass zwar ein sehr enges Berufsfeld eröffnet wird, dieses jedoch sehr relevant für die Zukunft ist. Andere wiederum sind weniger bekannt, weil die Berufschancen sehr gering sind oder der Studiengang noch nicht lange angeboten wird und sich das neue Konzept noch nicht etablieren konnte. Die Frage, ob man sich eher nach den Prognosen des Arbeitsmarktes richten, oder den eigenen Interessen folgen sollte, muss jeder Studienanfänger für sich selbst beantworten. Evident ist jedoch, dass es in allen Spaten Studien gibt, die am Arbeitsmarkt stark gefragt sind und sein werden. Bekannt ist dies allem voran im Gesundheitsbereich, wo durch die Entwicklungen in der Demographie immer grössere Nachfrage an Fachkräften besteht, sowie im Sektor der Computertechnik und Wirtschaftsbranche. Dasselbe ist jedoch auch für den Umweltsektor und die Kommunikationsbranche zu konstatieren. Auf der Suche nach dem passenden Studiengang oder der passenden Weiterbildung kann demnach die Beantwortung der Frage, welchen Beruf man anstreben möchte hilfreich sein. Anschliessend lässt sich daraus schliessen, durch welche Aus- oder Weiterbildung man dieses Ziel erreichen kann, wobei oft nicht nur ein Studiengang zum Ziel führt, oder Zusatzqualifikationen nach dem Studiengang nötig werden können. 

Für wen eignet sich ein Studiengang?

Grundsätzlich kann jeder studieren, der zum einen den geforderten Schulabschluss vorweisen kann. Abgesehen davon bedarf es aber auch gewisser persönlicher Kompetenzen, um ein Studium auch positiv abzuschliessen. Dazu zählen Durchhaltevermögen, Ehrgeiz, die Fähigkeit grosse Mengen an theoretischem Input zu verarbeiten und im Gedächtnis zu behalten, sprich die richtige Methode zu lernen, sowie eine grundsätzliche Eignung für den gewählten Studiengang. Ein weiterer Faktor ist Zeit, beziehungsweise zeitliche Flexibilität, denn der Studienplan kann mitunter sehr unregelmässig sein. Während man sich seine Fächer an der Universität freier einteilen kann, hat man an der Fachhochschule einem strikten Plan zu folgen. Beide Varianten haben vor und Nachteile. Wer einen strukturierten, vorgegebenen Plan benötigt, um konsequent zu lernen, ist in einem Studiengang an einer FH besser aufgehoben. Das universitäre Lehrveranstaltungsangebot bietet mehr Flexibilität, aber auch Selbstverantwortung bezüglich des Arbeitspensums. Heutzutage bieten aber viele FHs und Universitäten auch solche Modalitäten an, die es erlauben neben dem Studiengang zu arbeiten, oder eine Familie zu versorgen. Das Angebot an berufsbegleitenden Studien und Fernlehrgängen wird laufend erweitert und auch im Bereich der Seniorenbildung gibt es bereits Möglichkeiten für 55+- Studenten, den gewünschten Studiengang in einem angepassten Modell zu studieren. Somit bedarf es nur mehr der notwendigen Zugangsvoraussetzungen für den Studiengang. Für die Aufnahme in einem Studiengang an einer Hochschule sind zumeist die Gymnasiale Maturität, Berufsmaturität oder ein vergleichbarer Nachweis notwendig.

Was gibt es vor der Aus- und Weiterbildung sonst noch zu beachten?

Letztlich ist die Entscheidung für einen Studiengang eine Entscheidung, fürs Leben, da man mit seiner Ausbildung den Grundstock für die Karriere legt. Aber auch durch die Weiterbildung eröffnen sich unbegrenzte Möglichkeiten der Persönlichkeitsentfaltung. Machen Sie's wie viele andere stolze Absolventen mit einem Studium an einer der vielen Schweizer Hochschulen: Study your talent, study your dream.

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