auf Anfrage
11.09.2026
1 Jahr(e)
CHF 6'900.00
CAS
Das Kursangebot richtet sich in erster Linie an praktizierende, planende oder in der Projektentwicklung tätige Architekt:innen und Bauingenieur:innen, die ihr Wissen zum Bauen im Bestand erweitern und vertiefen möchten. Das CAS richtet sich aber auch an Praktiker:innen und Fachleute aus verwandten Disziplinen, die an einer verlässlicheren Einschätzung des Bestandes interessiert sind und einen adäquaten Umgang mit diesem erlernen wollen, also explizit auch an Handwerker:innen, die eine alternative Perspektive auf den Bestand suchen.
Ziele:Architekt:innen hatten sich schon immer mit dem Umbau des Bestandes auseinanderzusetzen. Der architektonische Diskurs der Moderne hat diesen, mit seiner «Apotheose der Neuheit», für eine gewisse Zeit aus dem Fokus verdrängt. Die Königsdisziplin der Architektur war der Entwurf ex novo. Was zuvor an gleicher Stelle stand, schien irrelevant. Die neue Aufmerksamkeit für die Umweltauswirkungen der Bauindustrie, für Emissionen, Energieverbrauch und Abfallproduktion, hat zu einem Umdenken geführt. Es ist nun die Rede von einem allgemeinen Abrissverbotes oder einer nicht-extraktiven Architektur. Ohne in diese Extreme verfallen zu wollen, ist die Notwendigkeit evident, den Bestand zu schonen und erfolgversprechend für die Zukunft zu transformieren, damit Energie zu sparen und Abfall zu vermeiden. Das setzt aber einiges an Wissen voraus. Die Schwierigkeit liegt einerseits darin, dass jedes Gebäude einmalig ist und sich kaum rezeptartige Strategien für einen Umbau gewinnen lassen, andererseits stossen im Umgang mit dem Bestand zahlreiche und oft divergierenden Interessen aufeinander.
Das CAS Weiterbauen im Bestand versucht seinen Teilnehmenden zu vermitteln, ein Gebäude in seinem vielgestaltigen - historischen, konstruktiven, energetischen und ökonomischen – Wert zu erkennen und daraus zielführende Strategien zu entwickeln. Voraussetzung dafür ist sicherlich eine gewisse, aber keine stereotype Systematisierung des Bestandes.
Das CAS Weiterbauen im Bestand ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Im ersten Teil werden die Grundlagen der verschiedenen Perspektiven vermittelt, um im letzten Block «Ressource Baukultur» eine erste Synthese erfahren. Im zweiten Teil werden mit dem Hintergrund der gewonnenen Erkenntnisse verschiedene Umbaustrategien anhand von Beispielen vorgestellt, aufgeteilt in die Blöcke «Verdichtung/Aufstockung», «Umbau/Sanierung» und «Umnutzung/Transformation».
Im Rahmen des CAS soll dem Handwerk ein grosser Stellenwert zukommen, denn die Einzigartigkeit aller Bauten setzt für einen adäquaten Umgang mit dem Bestand und eine analoge Sorgfalt im Umbau Handwerkerwissen voraus. Weiterbauen im Bestand ist ohne Handwerk undenkbar!
Die Teilnehmer:innen erwerben praxisorientiertes Wissen und Fähigkeiten in folgenden Bereichen:
• Bestandeserfassung
• Umbaustrategien
• Grundkenntnisse der Denkmalpflege
• Disziplinenübergreifendes Agieren
• Handwerkliche Ansätze
Block 1: Energie
Leitung: Christian Meier (ZHAW)
2 Tage
Themen:
Block 2: Immobilienökonomie
Leitung: Julia Selberherr/Patrick Arnold (Wüest Partner)
2 Tage
Themen:
Block 3: Tragstruktur
Leitung: Alexandre Fauchère (ZHAW)
2 Tage
Themen:
Block 4: Material/Handwerk
Leitung: Michael Steiger (Studio Jakob/Denkmal Stiftung Thurgau)
2 Tage
Themen:
Block 5: Ressource Baukultur
Leitung: Stefan Gasser (Leiter Archäologie und Denkmalpflege, Amt für Städtebau Stadt Zürich)
4 Tage (2 Tage Exkursionen)
Themen:
Block 6: Verdichtung/Aufstockung
Leitung: Thomas Friberg/Marcel Jäggi (pool Architekten)
2 Tage
Themen:
Block 7: Umbau/Sanierung
Leitung: Marion Steiger (Steiger Architekten)
2 Tage
Themen:
Block 8: Umnutzung/Transformation
Leitung: Stefan Hausherr (ZHAW)
2 Tage
Themen:
Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen
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