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Resilienz

Der Begriff Resilienz stammt aus der Psychologie und bedeutet aus dem lateinischen (resilio) übersetzt abprallen oder zurückspringen. Sie kennen sicher solche Redewendungen: "Das prallte vollkommen an ihm ab!" Resilienz bezeichnet also die Fähigkeit eines Menschen Krisen zu überstehen, um möglichst gestärkt wieder aus ihnen hervorzugehen. 

Ausserdem sagt der Begriff Resilienz etwas über die psychische Widerstandskraft eines Menschen aus. Inwieweit er auf persönliche oder sozial vermittelte Ressourcen zurückgreifen kann, um sich weiterzuentwickeln und jede Krise als neue Chance sieht. Jeder Mensch hat unterschiedliche persönliche soziale Voraussetzungen Resilienz zu entwickeln. Der Grundstein dazu wird bereits in der Kindheit gelegt und die Resilienzforschung zeigt immer wieder, dass Resilienz nichts mit arm oder reich zu tun hat. Aber eines ist sicher. Je sicherer und werteorientierter ein Familienverbund ist, in dem ein Kind aufwächst und je mehr ein junger Mensch in eine Gemeinschaft integriert ist, umso grösser sind, seine Chancen eine gesunde Resilienz zu entwickeln. Das Gegenteil von Resilienz ist Vulnerabilität und dieser Begriff sagt etwas über die besondere Verletzlichkeit eines Menschen aus, der nicht über die richtigen Bewältigungsstrategien für eine glückliche und gesunde Lebensführung verfügt. Auch Sie können an einem Resilienztraining oder einer Resilienz Ausbildung teilnehmen, um Ihre eigene Resilienz zu verbessern. Bei einer Resilienz Weiterbildung entwickeln Sie neue Strategien, um Lebenskrisen nach dem Tod eines Angehörigen, Trennung, Scheidung, schwerer Krankheit, Arbeitslosigkeit oder was auch immer besser zu bewältigen.

Prof. Dr. Jutta Heller - Die 7 Schlüssel der Resilienz.

Was haben resiliente Menschen anderen voraus?

Resiliente Menschen haben schon als Kind gelernt, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, selbst wenn sie in keinem optimalen Umfeld aufwachsen und ihre Eltern krank, gewalttätig, drogenabhängig oder arm sind. Gerade dieser Kinder werden später häufig zu einem besonders sozialen Wesen. Sie ergreifen viel konsequenter sich ihnen bietende Chancen, um ihr eigenes Leben besser zu gestalten. Zahlreiche Studien beweisen, dass es durchaus möglich ist, Resilienz auch im späteren Leben noch zu erlernen. Wenn geeignete Mentoren in der Schule oder Vereinen oder Grosseltern und Verwandte zur Verfügung stehen, um diese Kinder auf dem Weg zum Erwachsenwerden begleiten. Durch das Feedback dieser Menschen gewinnen sie ein realistisches Bild von den eigenen Fähigkeiten und nehmen ihr Geschick in die eigenen Hände. Sie sind von einer hohen Eigenmotivation und einem ausgezeichneten Durchhaltevermögen gekennzeichnet. Diese Faktoren lassen sie, trotz widriger Lebensumstände, über sich hinaus wachsen. Das Thema Resilienz wird uns noch zunehmend beschäftigen, vor allem durch die Flüchtlingsproblematik. Menschen, die den Mut haben mit ihren kleinen Kindern auf eine gefährliche Reise zu gehen, beweisen auf eindrucksvolle Weise Resilienz. Frauen, die trotz Vergewaltigungen und Misshandlungen nicht aufgeben, sind resilient. Sie machen einfach dort weiter, wo nicht resiliente Menschen an ihrem Schicksal zerbrechen oder Suizid begehen.

Zitat

„Ann Masten vertritt die Meinung, dass wir Menschen in einem Mass reprogrammierbar sind, wie es sich die Pioniere der Resilienzforschung nicht einmal in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnten.“

Resilienz ist "gewöhnliche Magie"

Dieses Zitat stammt von Ann Masten, die an der Universität von Minnesota die Arbeit an Norman Garmazys Resilienztheorie weiterführte. Garmazy erkannte schon in den 1960er Jahren, dass sich viele Kinder psychisch kranker Eltern trotz der schwierigen familiären Umstände zu glücklichen und erfolgreichen Erwachsenen entwickelten. Ann Masten vertritt die Meinung, dass wir Menschen in einem Mass reprogrammierbar sind, wie es sich die Pioniere der Resilienzforschung nicht einmal in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnten. Sie erkannte die Dynamik innerhalb dieser Systeme und das Veränderungspotenzial für jeden Einzelnen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass selbst Erwachsene noch ihre Resilienz trainieren können oder eine Resilienz Ausbildung absolvieren können. Auch Studien der deutschen Universitäten Münster, Leipzig und Mainz untermauern diese Erkenntnis. Wenngleich es auch gewisse Grenzen im Erlernen neuer Fähigkeiten für einzelne Menschen gibt. Vor allem bei psychischen Erkrankungen und emotionaler Instabilität. Bei den meisten besteht jedoch die Hoffnung, ihre Resilienz durch Resilienztraining zu verbessern.

Eigenmotivation und Durchhaltevermögen sind Merkmale der Resilienz.

Worum geht es im Resilienztraining?

Zur Resilienz gehören sieben Säulen, die zugleich die einzelnen Themengebiete darstellen, an denen gearbeitet werden kann und an denen sich Resilienz messen lässt. Dazu gehören:

  • Realismus
  • Optimismus
  • Selbstbewusstsein
  • Kontaktfreude
  • Handlungskontrolle
  • Analysestärke
  • Gefühlsstabilität

Das A und O der Resilienz bilden eine optimistische Grundeinstellung und die Zuversicht, dass es trotz einer traurigen Gegenwart noch eine glückliche Zukunft geben kann. Nicht resiliente Menschen verfallen bei Schicksalsschlägen oft in eine Schockstarre und suchen alle Schuld bei sich. Sie werden depressiv und handlungsunfähig. Resiliente Menschen hingegen bleiben immer in Bewegung und suchen nach Lösungen anstatt nach Problemen. Aufgrund ihrer Analysefähigkeit bagatellisieren sie nichts, dramatisieren aber auch nichts. Deshalb bekommen sie schnell wieder die Kontrolle über ihr Leben. Resilienztraining bedeutet, alte negative Denkmuster aufbrechen und neue Positive zu erlernen. In der Resilienz Weiterbildung geht es darum, zu lernen den stetigen Wandel im Leben zu akzeptieren und Krisen nicht als unüberwindbare Hürden zu betrachten. Die Teilnehmer lernen an sich selbst zu glauben, auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und sich realistische Ziele zu setzen. Ausserdem lernen sie ihre Opferrolle zu verlassen, um selbst wieder aktive Entscheidungen für ihr weiteres Leben zu treffen und neue soziale Beziehungen aufzubauen. Die Teilnehmer von Resilienz Training und Resilienz Weiterbildungen lernen ihre Perspektive zu wechseln und eher langfristige Ziele in Angriff zu nehmen. Sie lernen auf sich selbst zu achten und positiv zu denken. Inzwischen haben auch viele Unternehmen die positive Wirkung einer Resilienz Weiterbildung erkannt und schicken ihre Mitarbeiter zu einer Resilienz Ausbildung oder zum Resilienz Training im Rahmen einer Team-Building-Massnahme.

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